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Absetzung zurückgenommen: Matt Mullenweg angeblich wieder Automattic-Chef
Der WordPress-Gründer Matt Mullenweg hat bei Automattic angeblich einen „Putschversuch“ abgewehrt und ist zurück an der Firmenspitze. Details sind unklar.
Der WordPress-Gründer Matt Mullenweg ist nach seiner Absetzung als Geschäftsführer von Automattic zurück in seinem Job, die Hintergründe sind aber unklar. Das berichtet TechCrunch unter Berufung auf eine Stellungnahme des Unternehmens. Vorher hatte Mullenweg angeblich im firmeneigenen Slack für Durcheinander gesorgt. „Matt Mullenweg ist Vorstandsvorsitzender und CEO von Automattic und genießt die volle Unterstützung des Vorstands. Wenn man online danach sucht, findet man zahlreiche Führungskräfte und Automatticianer, die ihn ebenfalls unterstützen“, zitiert TechCrunch, der Hinweis beziehe sich wohl auf unterstützende Beiträge auf dem Kurznachrichtendienst X. Dort hatte unter anderem der Account von WordPress Mullenwegs Rückkehr begrüßt.
Mullenweg selbst hatte den Verlust seines Geschäftsführerpostens Mitte der vorigen Woche in einer firmeninternen Chatnachricht eingeräumt und eine Verschwörung gewittert. Später teilte Automattic mit, dass der Finanzchef des Unternehmens als Interimsgeschäftsführer eingesetzt worden sei. Mullenweg selbst hat laut eigener Aussage erst 50 Minuten vor der Sitzung des Aufsichtsrats von dem Plan erfahren, eine Verschiebung sei ihm verwehrt worden. Welche Gründe ihm für den Vorgang genannt wurden, hat der Unternehmer nicht mitgeteilt. Zu Automattic gehören neben dem CMS WordPress auch die Microblogging-Plattform Tumblr, das E-Commerce-Plug-in WooCommerce und die Podcast-App Pocket Casts. Mullenweg sollte WordPress weiterhin leiten.
Nach der ungewöhnlichen Absetzung hat Mullenweg laut TechCrunch im internen Slack gewütet und administrative Zugänge von anderen entfernt. Zudem habe er dort behauptet, wieder die Kontrolle des Unternehmens übernommen zu haben. Einmal soll er geschrieben haben, „Ich bin jetzt ein Pirat“. Öffentlich hat er dagegen lediglich publik gemacht, dass er ein Hausboot gekauft hat. Auf dem Kurznachrichtendienst X hat Mullenweg den Vorgang als fünften „Putschversuch“ bezeichnet: „Wenn du als Firmengründer nicht alle paar Jahre einen davon überstehen musst, stellst du keine Führungskräfte ein, die stark genug sind.“
Mullenweg ist in den vergangenen Jahren immer wieder mit seiner Belegschaft, aber auch anderen Teilen des WordPress-Ökosystems aneinandergeraten. Die Schlammschlacht mit Hosting-Konkurrent WP Engine führte zu Zerwürfnissen mit Plugin-Autoren und den eigenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Fast 160 davon nahmen ein Abfindungsangebot an und verließen die Firma hinter dem beliebten Open-Source-CMS. Weitere 16 Prozent der Automattic-Belegschaft setzte das Unternehmen Anfang 2025 an die Luft. Mullenweg indes verstand sich stets als Vorkämpfer für quelloffene Software.
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