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Dead or Alive 6 kehrt mit DLC für fast 1.500 Euro zurück und wird auf Steam zerlegt
Last Round kostet 39,99 Euro, verlangt auch von Besitzern des Originals einen Neukauf und übernimmt dessen veraltete Online-Technik.
Sieben Jahre nach der ursprünglichen Veröffentlichung hat Koei Tecmo Dead or Alive 6: Last Round (2026) für PC, PlayStation 5 und Xbox Series X/S herausgebracht. Der Publisher bezeichnet die Neuauflage als definitive Fassung. Die bisherigen Steam-Käufer haben offenbar eine andere Vorstellung davon, was eine definitive Fassung ausmacht.
Nur 25,81 Prozent der bislang 746 Nutzerbewertungen fallen positiv aus. Damit wird das Kampfspiel auf Steam als „größtenteils negativ“ geführt. Kurz nach dem Start lag der Anteil negativer Rezensionen zeitweise sogar bei 79 Prozent.
Dead or Alive 6: Last Round kostet auf Steam 39,99 Euro. Dafür gibt es eine überarbeitete Beleuchtung, Anpassungen an aktuelle Hardware, einen Fotomodus, fünf neue Kostüme und fünf Figuren, die beim ursprünglichen Spiel noch als Bonus oder DLC angeboten wurden. Der vollständige Kader umfasst damit 29 Kämpfer.
An grundlegenden Schwächen ändert die Neuauflage dagegen wenig. Rollback-Netcode fehlt weiterhin. Einen Upgrade-Pfad für Besitzer des Originals gibt es ebenfalls nicht. Spielstände und zahlreiche bereits gekaufte Kostüme lassen sich zwar übertragen, das neue Spiel muss trotzdem separat erworben werden. Zwischen Dead or Alive 6 und Last Round ist zudem kein gemeinsames Onlinespiel möglich.
Die alte PC-Version wurde bereits am 11. Juni 2026 aus dem Verkauf genommen. Wer sie besitzt, darf sie weiterhin herunterladen und online spielen. Neukunden bleibt auf Steam dagegen nur noch Last Round.
Für zusätzlichen Unmut sorgt das DLC-Angebot. GamesRadar kommt bei 440 kostenpflichtigen Einträgen auf einen US-Gesamtpreis von 1.707,60 Dollar. Nach dem zuletzt verfügbaren EZB-Referenzkurs entspricht das knapp 1.500 Euro.
Die Zahl sollte allerdings nicht mit 440 einzigartigen Erweiterungen verwechselt werden. In der Rechnung stecken sowohl einzelne Kostüme als auch Pakete, die dieselben Inhalte bündeln, sowie Freischaltungen für die kostenlose Core-Fighters-Version. Wer alles kauft, würde daher manches doppelt bezahlen. Wirklich schmeichelhafter wird das Geschäftsmodell dadurch nicht.
Kurz: Technisch steckt Dead or Alive 6: Last Round in der Vergangenheit fest. Bei der Monetarisierung zeigt sich Koei Tecmo deutlich fortschrittlicher.