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Halbleitermangel erreicht Framework: Speicherpreise sorgen für Kurswechsel
von Benjamin Mamerow
14. Sep. 2026 |
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Die Marktlage bei Arbeitsspeicher und Flash-Speicher bleibt nicht überraschend angespannt. Der Ausbau von Rechenzentren und KI-Systemen sorgt weiterhin dafür, dass DRAM- und NAND-Bausteine knapp und teuer werden. Wie sehr das mittlerweile auch kleinere, spezialisierte Hersteller trifft, zeigt ein aktuelles Update von Framework. Das US-Unternehmen legt offen, wie sich die Einkaufspreise für Speicher entwickelt haben und was das für Kunden bedeutet, die bereits bestellt haben oder gerade erst kaufen wollen.
Am deutlichsten macht sich die Lage bei modernen Speicherformaten bemerkbar. Im Framework Laptop 13 Pro kommt der modulare LPCAMM2-Standard zum Einsatz, ein kompaktes Format, das dem Nutzer trotzdem den Austausch des Arbeitsspeichers erlaubt. Genau hier haben die Zulieferer die Preise laut Framework so stark angehoben, dass die ursprünglich kalkulierten Margen nicht mehr ausreichten, um die Mehrkosten komplett aufzufangen.
Nachdem im Sommer bereits einige Konfigurationen teurer wurden, konnte sich Framework zuletzt ein begrenztes Kontingent an Micron-Modulen mit 32 GB und 64 GB zu besseren Konditionen sichern. Diesen Preisvorteil gibt der Hersteller nun stückweise weiter. Wer bereits ein Gerät zum höheren Preis erhalten hat, bekommt die Differenz automatisch gutgeschrieben. Bei offenen Vorbestellungen bis zur zehnten Charge sinkt der Preis ebenfalls automatisch, zusätzlich lässt sich dort auf 32 GB oder 64 GB aufstocken. Sind nach diesen ersten Chargen noch Bestände übrig, sollen auch spätere Produktionsläufe und Neukunden von den günstigeren Konditionen profitieren.
Bei klassischen DDR5-Riegeln mit 16 GB ziehen die Preise herstellerübergreifend an, während Framework bei den 48-GB-Modulen durch günstigeren Einkauf die Endpreise sogar senken konnte. Bei den NVMe-SSDs, etwa den Modellen Western Digital Black SN850X und SN7100, hängt viel von der jeweiligen Liefercharge ab. Solange die Lagerbestände reichten, blieben die Preise stabil. Beim Nachkauf zu aktuellen Marktpreisen wurden 1-TB- und 4-TB-Varianten teurer, während sich 8-TB-Modelle zeitweise sogar günstiger einkaufen ließen.
Die hauseigenen Flash-Erweiterungskarten mit 250 GB im modularen Steckkartenformat trafen die steigenden NAND-Preise wohl besonders hart: Die Neuproduktion wurde gar vorübergehend gestoppt, weil sich die Beschaffungskosten nicht mehr mit dem bisherigen Verkaufspreis deckten. Auch bei den Prozessoren gibt es Bewegung. Für das Framework Laptop 13 Pro konnte sich das Unternehmen eine zusätzliche Charge des Intel Core Ultra X9 sichern, allerdings zu höheren Stückkosten. Wer eine entsprechende Konfiguration bestellt und im November ausgeliefert bekommt, muss deshalb mit einem höheren Preis rechnen.
Framework geht mit Preisschwankungen laut eigener Aussagen nach einem klaren Prinzip vor: Werden Bauteile günstiger, profitieren auch bereits laufende, noch nicht ausgelieferte Vorbestellungen automatisch von einem Rabatt. Steigen die Kosten dagegen während einer laufenden Charge, bleibt der ursprünglich zugesagte Preis in der Regel bestehen - solange an der Konfiguration nichts nachträglich geändert wird. Erst wenn ältere Lagerbestände aufgebraucht sind, schlagen neue, höhere Einkaufspreise auf reguläre Neubestellungen durch.
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