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Milan Uprising im Test: So teuer wie eine ganze Konsole, aber endlich das Vampire-Abenteuer, das wir verdient haben?
Der Brettspiel-Hybrid mit Teburu-Board übertrifft Bloodlines 2 spielend – scheitert aber fast an seinen exorbitanten Hardware-Kosten.
Ein narrativ-fokussiertes Brettspiel-RPG von Xplored und Pegasus Spiele für 1-4 Personen. Als Vampire erkundet ihr frei das moderne Mailand. Es erfordert das digitale Teburu-System mit Sensoren sowie eine Begleit-App. Release: Erhältlich.
Der letzte Ausflug in die Welt von Vampire: The Masquerade war für viele Fans eine einzige Enttäuschung. Als Bloodlines 2 im letzten Herbst in den Handel kam, wurde es nicht nur von der Eurogamer-Redaktion mächtig abgewatscht. Keine absolute Vollkatastrophe, doch blieb es deutlich hinter den hohen Erwartungen zurück. Und die Aussichten auf neue, möglicherweise bessere Abenteuer? Die sehen erstmal mau aus. Bis ein neues Vampire erscheint, dürften wohl noch so einige Bits durch eure Glasfaserleitung rauschen. Vielleicht kann ein Griff zum Analogen Abhilfe schaffen? Bei Pegasus erschien bereits im vergangenen Jahr ein dickes Vampire-Paket, das eine gewagte Mischung aus Brett-, Video- und Pen-and-Paper-Spiel in Aussicht stellte. Nachdem das Teil einige Zeit nicht mehr zu bekommen war, hat der Verlag nun für Nachschub gesorgt und auch gleich die ersten Erweiterungen mitgebracht. Eine gute Gelegenheit, „Vampire – The Masquerade: Milan Uprising“ nachzuholen.
Die schlechte Nachricht zuerst: Wenn ihr tatsächlich mit dem Gedanken spielt, euch Milan Uprising zuzulegen, dann müsst ihr tief in die Tasche greifen. Rund 130€ kostet das Basispaket. Wahrlich kein Pappenstiel, aber im Jahr 2026 haben wir uns an gestiegene Kosten ja fast schon gewöhnt. Es kommt aber noch dicker. Für den Einstieg ins Abenteuer benötigt ihr zwingend ein Teburu-Board. Kostenpunkt: weitere 120€. Teburu? Das Gerät wurde bereits vor einigen Jahren als Brett-Videospiel-Hybrid vorgestellt. Bis dato arbeitet es jedoch erst mit zwei Spielen zusammen. Eines davon ist das vorliegende Milan Uprising. Die Hardware sieht auf den ersten Blick reichlich unspektakulär aus. Es handelt sich um ein ausklappbares Spielbrett ohne Aufdruck, das jedoch mit elektronischen Sensoren vollgestopft ist.
So weiß das Board jederzeit, an welchen Positionen sich die jeweiligen Figuren auf dem Feld befinden. Je nach Spiel werden andere Planteile über das Teburu-Board geschoben. So breitet sich im Falle von Vampire das Stadtbild Mailands vor euch aus, wo ihr euch als Jungvampire ins Abenteuer stürzt. Weiterhin benötigt ihr aber noch ein digitales Endgerät. Es ist die Schnittstelle zwischen dem Geschehen auf dem Board und dem Erzählen der Geschichte. Dazu ladet ihr eine App herunter, die für so ziemlich jede erdenkliche Plattform bereitsteht. Optional könnt ihr pro Mitspieler ein weiteres Endgerät ins Geschehen einbinden und als persönlichen Controller verwenden. Andernfalls wird der zentrale Bildschirm in der Gruppe herumgereicht.
Bevor die Technik richtig steht, wird also einige Zeit vergehen. Dafür müsst ihr euch um das Regelwerk selbst keinerlei Sorgen machen. Alle Feinheiten werden euch in angenehmer Art und Weise von der App in kleinen Häppchen beigebracht. Ein gedrucktes Regelheft liegt der Schachtel daher gar nicht erst bei. Nach der Charakterauswahl werdet ihr ohne weiteres Vorgeplänkel direkt ins Spiel geworfen. Fpr welchen Vampir ihr euch entscheidet, hat natürlich erheblichen Einfluss auf den Verlauf des Abenteuers. Jeder Vampirclan hat eigene Stärken und Schwächen, verfügt darüber hinaus über mächtige Spezialkräfte, die als Disziplinen bezeichnet werden. Der Pen-and-Paper-Anteil schlägt an dieser Stelle ordentlich durch.
Die Werte eures Vampirs lassen sich jederzeit auf dem digitalen Charakterbogen nachschlagen. So könnt ihr immer ganz gut einschätzen, wie die Chancen stehen, sich in der aktuellen Situation aus der Affäre zu ziehen. Im Spielverlauf werdet ihr regelmäßig dazu aufgefordert, Proben in bestimmten Situationen abzulegen. Häufig bietet euch die App verschiedene Optionen an, wie ihr euch dabei verhalten kö