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Eternal Darkness nach 24 Jahren zurück? Nightdive-Chef macht Fans Hoffnung
Eternal Darkness gehört zu den Spielen, die seit Jahrzehnten regelmäßig auf den Wunschlisten für ein Remaster auftauchen. Seit 2002 ist der Horrorklassiker offiziell nur für den GameCube erhältlich. Ausgerechnet zum 25. Geburtstag von Nintendos Würfel gibt es nun wieder Grund für ein wenig Hoffnung.
Stephen Kick, Chef des auf Neuauflagen spezialisierten Nightdive Studios, wurde auf X gefragt, ob wir Eternal Darkness jemals wiedersehen werden. Nightdive sei schließlich „unsere einzige Hoffnung“, schrieb der betreffende Fan. Kicks Antwort hätte problemlos bei der üblichen Liebeserklärung an einen alten Klassiker enden können. Tat sie aber nicht.
„Eternal Darkness ist eines meiner absoluten Lieblingsspiele und verdient die Behandlung, zu der Nightdive Studios meiner Meinung nach fähig ist“, antwortete Kick. Anschließend fügte er einen Satz hinzu, der die Sache interessant macht: Fans sollten Nightdives „Deep Dives“ im Auge behalten.
Damit sind ausführliche Videos gemeint, in denen das Studio seine Projekte vorstellt und deren Entstehung beleuchtet. Kick verlinkte in seiner Antwort auch gleich den YouTube-Kanal von Nightdive. Eine Ankündigung ist das natürlich nicht. Wenn der Chef eines Remaster-Studios auf die Frage nach einem ganz bestimmten Spiel allerdings ausgerechnet auf die eigenen Projektvideos verweist, darf man zumindest hellhörig werden.
Zumal Kicks Interesse an Eternal Darkness alles andere als neu ist. Bereits 2022 berichtete er von Gesprächen mit Nintendo über mögliche Neuauflagen älterer Spiele. Daraus wurde damals nichts. Nach Kicks Darstellung sei Nintendo bei der Zusammenarbeit mit externen Studios in solchen Fällen eher zurückhaltend gewesen. Eternal Darkness bezeichnete er schon damals als den Nintendo-Titel, den er am liebsten "remaken" würde.
Auch 2025 machte er das klar: In einem Interview während der QuakeCon nannte er Eternal Darkness erneut als eines seiner großen Wunschprojekte und beklagte, das Spiel sitze hinter der „GameCube/Nintendo-Mauer“ fest.
Die nötige Erfahrung bringt das mittlerweile zu Atari gehörende Studio jedenfalls mit. Nightdive hat in den vergangenen Jahren unter anderem System Shock, Quake, Quake 2, Doom 64, Turok, Star Wars: Dark Forces sowie Heretic und Hexen für moderne Plattformen aufbereitet. Dabei versucht das Team üblicherweise, die ursprünglichen Spiele weitgehend unangetastet zu lassen und sie technisch an aktuelle Hardware anzupassen.
Das von Silicon Knights entwickelte Eternal Darkness erschien 2002 für den GameCube und erzählt seine Geschichte über mehrere Figuren und Zeitepochen. Berühmt wurde das Horror-Adventure vor allem für sein Sanity-System. Sinkt die geistige Gesundheit einer Figur, beginnt sie zu halluzinieren: Kamerawinkel verändern sich, Wände bluten, Statuen bewegen sich und Geräusche erklingen, die gar nicht existieren.
In besonders fiesen Momenten spielt Eternal Darkness direkt mit dem Spieler. Es täuscht technische Probleme vor, verändert scheinbar die Lautstärke oder vermittelt den Eindruck, der Spielstand sei beschädigt oder der Fortschritt verloren. Anfang der 2000er wirkten solche Tricks noch deutlich glaubwürdiger als heute.
Trotz guter Kritiken blieb der kommerzielle Erfolg überschaubar. Ein Nachfolger kam nie zustande, später scheiterte auch der Versuch ehemaliger Silicon-Knights-Entwickler, einen geistigen Nachfolger per Crowdfunding auf den Weg zu bringen. Das Studio selbst stellte 2014 den Betrieb ein.