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Nextcloud Hub 26 Summer bringt Euro-Office auf den Desktop
Zehn Jahre nach der Gründung liefert Nextcloud sein Sommerrelease aus, drei Tage vor der Community-Konferenz in Berlin, die ganz im Zeichen des Jubiläums steht. Nextcloud Hub 26 Summer kündigt Euro-Office als eigenständiges Desktop-Programm mit kollaborativer Bearbeitung an und bringt eine neue Teams-App, in der Ressourcen dem Team statt einer Person gehören, relationale Spalten in Tables und vertrauliche Unterhaltungen in Talk. Bemerkenswert ist dabei weniger die Menge der Neuerungen als ihre Herkunft: Viele der wichtigsten Funktionen gehen auf Anforderungen von Dataport, auf Code von SURF und der Deutschen Telekom und auf Beiträge aus der Community zurück.
Am 16. September 2026 hat Nextcloud die Version 35 seiner Kollaborationsplattform freigegeben. Der Hersteller benennt seine Releases seit dem Herbst 2025 nicht mehr mit einer fortlaufenden Hub-Nummer, sondern nach der Jahreszeit: Hub 26 Summer folgt auf Hub 26 Spring, das im Juni als Jubiläumsrelease zum zehnten Geburtstag der Firma erschien. Wer die Nummerierung im Kopf behalten will: Hub 25 Autumn war Nextcloud 32, Hub 26 Winter die 33, Hub 26 Spring die 34. Nextcloud pflegt jeweils drei Hauptversionen parallel, mit dem Erscheinen der 35 fällt die 32 deshalb aus der Wartung. Zu Ende ist das Jubiläumsjahr damit nicht: Die Community-Konferenz am 19. und 20. September in Berlin feiert die zehn Jahre mit Jubiläumslogo, einer Gründerrunde und der Keynote zu Hub 26 Summer.
Jos Poortvliet, Mitgründer und Kommunikationschef von Nextcloud. (Bild: Nextcloud)
Das Frühjahrsrelease hatte mit Euro-Office eine neue Office-Option in den Browser gebracht, die Oberfläche entschlackt und mit Nextcloud Governance ein Compliance-Werkzeug für Großkunden eingeführt. Das Sommerrelease baut auf allen drei Baustellen weiter, setzt aber einen anderen Akzent. In der Pressemitteilung und im Press Briefing vor dem Release sprach Nextcloud weniger über einzelne Funktionen als über deren Herkunft. Mitgründer und Kommunikationschef Jos Poortvliet führte durch das Briefing und kam immer wieder auf dasselbe Muster zurück: Eine Behörde, eine Hochschulkooperative oder ein Partnerunternehmen bringt einen konkreten Anwendungsfall mit, entwickelt gemeinsam mit den Nextcloud-Teams oder gleich selbst, und das Ergebnis landet für alle im Release. Das Briefing selbst war dreigeteilt: erst das Partnerprogramm für Softwareanbieter, dann Euro-Office, zuletzt die Funktionen des Hub. Die Reihenfolge ist Programm.
Frank Karlitschek, Gründer und CEO von Nextcloud. (Bild: Nextcloud)
Frank Karlitschek, Gründer und Geschäftsführer von Nextcloud, ordnet das historisch ein: „Als wir Nextcloud 2016 gegründet haben, wurde der Markt für Kollaborationssoftware von einigen großen Tech-Konzernen dominiert. Datenschutz und digitale Souveränität spielten dabei kaum eine Rolle. Nextcloud war unsere Antwort darauf. Zehn Jahre später ist aus einem Tool für File Sync & Share eine umfassende Plattform für digitale Zusammenarbeit geworden, und diese Entwicklung wäre ohne unsere Community nicht möglich gewesen. Im Hub 26 Summer Release zeigt sich das besonders deutlich: Viele der darin enthaltenen Verbesserungen verdanken wir Beiträgen der Community.“
Der Aufmacher des Releases ist der Desktop-Client von Euro-Office. Nextcloud kündigt ihn für die Wochen nach dem Release an, und zwar für Windows (x64 und ARM64), Linux (x64 und ARM64) sowie macOS auf Apple Silicon. Poortvliet hatte im Juni eine erste Desktop-Version spätestens zur Herbstausgabe in Aussicht gestellt, die Ankündigung kommt also pünktlich, die Downloads etwas später.
Bislang war Nextcloud Office in der Euro-Office-Variante ausschließlich im Browser nutzbar. Wer lieber lokal arbeiten wollte, griff zu einer klassischen Desktop-Suite und ließ den Nextcloud-Desktop-Client per Dateisperre Konflikte verhindern. Der neue Client soll beide Welten zusammenführen. Er öffnet beliebige Dokumente lokal, nutzt die auf dem Rechner installierten Schriften und Einstellungen und speichert