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Apple verliert Vizepräsident an OpenAI – und Jony Ive
Immer wieder gingen Apple-Mitarbeiter zu OpenAI. Nun ist mit Paul Meade ein höherer Manager zur Abteilung von Jony Ive abgewandelt. Er war Vision-Pro-Experte.
Unschöne Nachricht für Apple zum Wochenende: Ein wichtiger Topangestellter aus dem Bereich Vision Pro und Smartglasses wechselt die Seite. Wie die Finanznachrichtenagentur Bloomberg schreibt, soll Paul Meade, Apple-Manager im Rang eines Vizepräsidenten, künftig in der Hardware-Einheit von OpenAI arbeiten. Die setzt sich wiederum aus Ex-Apple-Designchef Jony Ive und dessen Hardwarefirma i/o zusammen, die OpenAI für Milliarden erworben hatte.
Meade galt bislang als Hauptverantwortlicher für das Vision-Pro-Projekt, das er langsam aber sicher in ein Smartglass-Vorhaben umbauen sollte. Apple will dabei angeblich das gesamte Brillengeschäft disruptieren – zunächst mit Headsets ohne Display, später aber als eine Art kleine Vision Pro. Mit Meade wird dies nun nicht mehr umgesetzt. Er soll, so informierte Kreise, OpenAI beim Bau eigener Geräte helfen. Diese sind nach letztem Stand für 2027 geplant.
Meade war direkt mit Apples Geräten beschäftigt, arbeitete seit sieben Jahren im Hardware Engineering vor allem für das Vision-Pro-Projekt. Weder Apple noch OpenAI kommentierten den Vorgang. Bei der Vision Pro ist derzeit unklar, ob Apple weitere Modelle herausbringt oder gleich in Richtung Smartglasses geht. Das M5-Modell war im vergangenen Jahr präsentiert worden. Eine leichtere Vision Air ist angeblich zunächst nicht geplant. Möglicherweise hatte das Meade frustriert; laut Bloomberg soll sein Abgang direkt mit den Änderungen zu tun haben, die John Ternus als neuer Apple-Chef plant.
Meades bisheriges Team, die Vision Products Group, kurz VPG, wird nun von seinem Stellvertreter Fletcher Rothkopf geleitet. Dieser war vorher für das Produktdesign verantwortlich. Meade ist nicht der einzige Manager, der von Apple zu OpenAI abgewandert ist. Ive hatte unter anderem die Designer Tang Tan und Evans Hankey angeworben, zudem sollen zahlreiche mittlere Manager, Gestalter und Hardware-Experten „übergelaufen“ sein.
Zuletzt bekam Johny Srouji, Apples Chip-Boss, mehr Macht im Hardware-Bereich und soll dort an großen Umbaumaßnahmen arbeiten. Auch das könnte zu Konflikten mit Meade geführt haben, der sich laut Bloomberg „degradiert“ gefühlt haben könnte. Es ist nach wie vor unklar, welche Hardware OpenAI tatsächlich plant, zuletzt gab es Gerüchte, es könne gar ein Smartphone sein.
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