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Gesperrte Straße von Hormus: Laut Prognose werden CO₂-Emissionen 2026 sinken
Seit den Angriffen der USA und Israels auf den Iran liegt der Handel durch die Straße von Hormus weitestgehend still. Das hat Konsequenzen für den Klimaschutz.
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It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.
Als Folge des Irankriegs und der Schließung der Straße von Hormus dürften die globalen CO₂-Emissionen in diesem Jahr leicht fallen, obwohl ursprünglich ein weiterer Anstieg erwartet worden war. Zu diesem Ergebnis kommt das Klima-Portal Carbon Brief nach einer Analyse von Daten der Internationalen Energieagentur (IEA). Demnach dürfte weltweit in diesem Jahr zwar wieder mehr Kohle verbrannt werden als erwartet. Das werde aber durch die sinkende Verbrennung von Erdgas und Erdöl mehr als aufgefangen. Insgesamt dürften die Emissionen aus fossilen Brennstoffen in diesem Jahr um 0,5 Prozent sinken. Möglich sei sogar, dass es sich nicht um eine vorübergehende Entwicklung handelt, sondern die Folgen von Dauer sind.
Wie in dem Artikel zusammengefasst wird, ist die IEA Anfang des Jahres davon ausgegangen, dass die Nachfrage nach Erdöl in diesem Jahr deutlich steigen wird. Die Prognose sei dann jeden Monat nach unten korrigiert worden, nach Beginn der Angriffe der USA und Israels auf den Iran und der Schließung der Straße von Hormus wurde erstmals ein Rückgang vorausgesagt. Bei Erdgas dürfte der Rückgang demnach geringer ausfallen. Dass die Kohleverbrennung derweil zulegt, steht demnach nur partiell damit in Zusammenhang, nur wenige Staaten könnten in großem Umfang von Gas auf Kohle umsteigen. Wenn nun ausgerechnet ein Krieg von Donald Trump die globalen CO₂-Emissionen verringern sollte, wäre das nicht unironisch, treibt der US-Präsident in seinem Land doch eine Abkehr von Erneuerbaren voran.
Die Straße von Hormus bildet den Ausgang des Persischen Golfs, alle Schiffe, die dort hinein- oder herausfahren, müssen sie durchqueren. Nachdem Israel und die USA im Februar begonnen hatten, den Iran anzugreifen, hat die Islamische Republik diesen Schiffen gedroht und den Seeweg damit faktisch gesperrt. Lange wurde öffentlich primär über die Folgen dieser Sperre für die Versorgung der Welt mit Öl und Gas diskutiert, später rückten auch andere Lieferketten in den Fokus. In den vergangenen Wochen haben die Huthi-Rebellen im Jemen zudem große Geländegewinne erreicht und bedrohen jetzt mit der Einfahrt zum Roten Meer eine weitere Handelsroute von globaler Bedeutung.
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