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IAA: IAA Transportation: Wenige Anbieter wollen Wasserstoff eine Chance geben
Toyota stellt auf der IAA Transportation eine neue Brennstoffzellengeneration vor. Die chinesische Marke Rygg bietet einen H2-Sattelschlepper auf Ford-Basis.
Neue Wasserstofftankstelle am Flughafen Hannover-Langenhagen: Die Zukunft wird divers.
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Wasserstoff wurde vor einigen Jahren als neue Energieträger gehypt. Als großer Vorteile gegenüber dem Elektrofahrzeug mit Akku galt die Tankzeit, die kürzer ist als das Laden. Zuletzt schien es etwas still geworden zu sein. Auf der IAA Transportation wollen einige Anbieter Wasserstoff als Energieträger im Lastverkehr erneut mit einer Zukunft versehen.
Toyota stellt in Hannover eine neue Brennstoffzellengeneration vor. Details will Ozan Bilgin, Business Development Manager bei Toyota Motor Europe, im Bereich Wasserstoff, uns nicht verraten. Die Daten sollen erst im kommenden Jahr bekannt gegeben werden. Nur so viel: „Sie ist effizienter, leichter und leistungsstärker.“ Bei gleicher Größe, Form und Gewicht werde sie fast die doppelte Leistung haben.
Der japanische Autokonzern verfolge einen mehrgleisigen Ansatz zur Reduzierung von Kohlendioxidemissionen, anstatt in eine einzige Technik zu investieren, sagt Bilgin. „Es gibt verschiedene Anwendungsfälle, die für unterschiedliche Produkttypen geeignet sind.“ Der Konzern biete auch batterieelektrische Fahrzeuge an, die perfekt geeignet seien, wenn es genug Lademöglichkeiten gebe.
„Es gibt jedoch bestimmte Anwendungsfälle für Lkw oder Fernbusse, die nicht in das Ladefenster der Akkutechnik passen.“ Etwa wenn der Einsatzbereich einen 24/7-Betrieb erfordere, große Lasten über großen Entfernungen transportiert werden müssten. „Dann sind Brennstoffzellen praktischer und besser geeignet.“
Toyota will die Brennstoffzelle in verschiedenen Größen und Formen anbieten. So wird ein kompaktes Modul mit einer Leistung vom 110 kW geben, das für Pkw oder leichte Nutzfahrzeuge gedacht ist. Ein Fahrzeug, das damit ausgestattet wird, ist der Pickup Hilux, der Ende 2025 vorgestellt wurde und Mitte 2028 auf den Markt kommen soll.
Auch ein Modul in Riegelform für Busse sowie eines für Schwerlastanwendungen seien geplant, also für Lkw oder Industriemaschinen. Dieses wird Toyota an Fahrzeughersteller vermarkten. Auf der Messe gab der Konzern bekannt, dass die schwedische Volkswagen-Marke Scania ab dem kommenden Jahr 40 Schwerlastfahrzeuge damit ausstatten und testen will. Der italienische Lkw-Hersteller Iveco wird seinen Sattelschlepper S-eWay Fuel Cell mit diesem System ausrüsten. Testfahrten auf der Straße sind für das kommende Jahr geplant.
Einen Brennstoffzellen-Sattelschlepper auf Basis eines Ford F-Max zeigt die chinesischen Marke Rygg, eine Marke des Brennstoffzellenherstellers Refire. Das Fahrzeug hat einen 365 kW starken Motor (Spitzenleistung 490 kW) und ist mit einem 180 kW starken Brennstoffzellensystem ausgestattet, mit dem der Truck 500 km weit kommt. Zusätzlich zur Brennstoffzelle hat er noch einen Akku mit einer Kapazität von 117 kWh. Der rekuperiert beim Bremsen und stellt zusätzliche Energie bereit, wenn etwa an einer Steigung mehr Leistung benötigt wird, als die Brennstoffzelle liefern kann.