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GTA 6 - Das »echte« Vice City macht bald Werbung für GTA - aber der millionenschwere Deal spaltet die US-Metropole
In GTA geht's um Chaos und Verbrechen. Der Stadtrat von Miami Beach hat nun trotzdem einer Werbekampagne für das Spiel zugestimmt.
Die meisten von uns fänden es wahrscheinlich richtig cool, wenn einer unserer Heimatorte in einem Videospiel vorkommen würde. Kollege Dimi freut sich zum Beispiel immer noch wie ein Schneekönig darüber, dass es Trier mal zu einem Level in Deus Ex: Invisible War gebracht hat.
Allerdings können längst nicht alle Menschen diese Freude nachempfinden, denn die neu gefundene Berühmtheit der Spiele-Schauplätze lockt häufig auch Ströme von Touristen an. Nicht alle dieser neuen Gäste wissen sich zu benehmen - die Bewohner der japanischen Insel Tsushima können ein Lied davon singen.
Auch im Stadtrat von Miami Beach sind sich die Ratsmitglieder offenbar uneins, ob sie die Assoziation ihrer Heimat mit GTA 6 nutzen oder am liebsten ignorieren wollen. Das wurde kürzlich bei der Abstimmung über eine Werbekampagne von Rockstar zum neuen GTA deutlich.
Vergangenen Donnerstag stimmte der Stadtrat mit 4:3 Stimmen knapp für die geplante Kampagne. Vom 15. Oktober bis zum 31. Dezember sollen nun Werbeflächen im Vice-City-Stil in Miami Beach zu sehen sein. Das umliegende Miami-Dade County prüft laut eines Berichts von USA Today aktuell ebenfalls eine Partnerschaft mit Rockstar.
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GTA 6 hat seine größten Neuerungen gut versteckt
Wie USA Today berichtet, soll die nun in Miami Beach beschlossene Kampagne eher »diskret« ablaufen; die bekannten Wahrzeichen der Stadt sollen davon also unberührt bleiben. Konkret gehe es darum, GTA-Motive auf Liegestühlen und Sonnenschirmen am Strand der Stadt anzubringen.
Rockstar soll dem verantwortlichen städtischen Partnerunternehmen dafür mindestens 3 Millionen US-Dollar zahlen. Mit dem Geld könnte die Stadt laut Stadträtin Tanya K. Bhatt etwa den kommunalen Flamingo Park renovieren (via USA Today).
Die Befürworter der Rockstar-Kampagne sehen in GTA 6 eine Möglichkeit, den Tourismus anzukurbeln und für die städtische Wirtschaft neue Einnahmequellen zu erschließen. Kritiker stellten allerdings infrage, ob Miami ein Spiel fördern sollte, das auf fiktiven Verbrechen und Gewalt basiert.
Miami Beach hatte in den letzten Jahren viel dafür getan, sein Image als Ballermann der USA loszuwerden. Jedes Jahr feiern hier viele Tausende junge Leute berüchtigte Spring-Break-Partys, bei denen es häufig wegen des hohen Alkoholkonsums und daraus resultierenden Delikten zu Polizeieinsätzen kommt. Entsprechend wolle man kein Spiel bewerben, dass Menschen förmlich einlade, sich in und um Miami danebenzubenehmen.