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Speicherhersteller investieren Hunderte Milliarden in neue Halbleiterwerke
Die zwei weltweit größten Speicherhersteller bauen vier zusätzliche Halbleiterwerke. Die Investitionen belaufen sich auf über 455 Milliarden Euro.
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Die zwei wichtigsten Speicherhersteller der Welt bauen jeweils zwei zusätzliche Halbleiterwerke. Sie projizieren zusätzliche Investitionen von 800 Billionen Won, was aktuell etwa 455 Milliarden Euro entspricht. Weiteres Geld fließt in Werke zur weiteren Verarbeitung und KI-Rechenzentren.
Es geht offenbar ausschließlich um Arbeitsspeicher (Dynamic Random Access Memory, DRAM), mit Fokus auf Speicherstapel vom Typ High-Bandwidth Memory (HBM). Dieser DRAM-Typ kommt vorwiegend auf KI-Beschleunigern und einigen Serverprozessoren zum Einsatz. Aktuelle Riegel für Desktop-PCs benötigen hingegen DDR5-Bausteine, Notebooks kommen zusätzlich mit LPDDR5(X) klar. Von NAND-Flash für SSDs ist bei dem Vorhaben keine Rede.
Die Pläne kündigten am Montag der Samsung-Vorsitzende Lee Jae-yong und Chey Tae-won, Chef der SK Group, zusammen mit dem südkoreanischen Präsidenten Lee Jae Myung an. Die Ankündigung wurde online übertragen; zahlreiche südkoreanische Medien berichten. Das Ziel: Bis 2031 soll sich die DRAM-Produktion in Südkorea verdoppeln.
Dazu erweitern Samsung und SK Hynix, genauso wie die Nummer 3, Micron aus den USA, bestehende Halbleiterwerke. Zudem haben sie schon 2025 mit dem Bau weiterer Werke begonnen, auch Fabs genannt. Ob alle vier zusätzlichen Werke schon in fünf Jahren fertiggestellt sein werden, ist fraglich.
Die Pläne unterstreichen ein weiteres Mal, dass die Branche keine platzende KI-Blase erwartet. Langfristige Lieferabkommen geben den Speicherherstellern Rückenwind für ihre Bauprojekte.
Mit Kosten von umgerechnet über 100 Milliarden Euro pro Fab handelt es sich um riesige Projekte. Die Kosten für ein typisches modernes Halbleiterwerk werden auf 10 Milliarden bis 20 Milliarden Euro geschätzt.
Die Bauzeit für ein Werk beträgt normalerweise mindestens zwei Jahre. Dann müssen die Maschinen in die Reinräume. Bis die Produktion anläuft, kann ein weiteres Jahr vergehen. Schließlich benötigen die Hersteller noch viele Monate, bis die Produktionslinien ausgelastet sind.
Samsung und SK Hynix beginnen vermutlich mit je einem Werk. Vorabgerüchte sprachen von Plänen für die nächsten zehn Jahre, nannten aber auch Gesamtkosten von über zwei Billiarden Won (circa 1,14 Billionen Euro) inklusive begleitender Projekte. Vergangene Ankündigungen zeigten allerdings bereits, dass diese Zahlen ohnehin nicht in Stein gemeißelt sind. Manche riesigen Bauvorhaben verzögern sich oder werden herunterskaliert.