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Preisabsprachen: Klage gegen RAM-Hersteller
Die drei größten DRAM-Hersteller der Welt sehen sich in den USA mit einer Sammelklage konfrontiert. Samsung, SK Hynix und Micron wird vorgeworfen, das Angebot an herkömmlichem Arbeitsspeicher künstlich verknappt und Preise abgesprochen zu haben. Die Kläger sprechen von einer Marktverzerrung, die in den Medien bereits als „RAMageddon“ bezeichnet wird.
Konkret geht es um DDR3- und DDR4-Speicher. Laut Klageschrift sollen die Unternehmen ihre Produktion dieser Speicherarten bewusst reduziert und stattdessen verstärkt auf HBM (High Bandwidth Memory) gesetzt haben. HBM kommt vor allem in KI-Gedöns und Rechenzentren zum Einsatz und erzielt deutlich höhere Margen. Die Folge: Das Angebot an klassischem DRAM sei geschrumpft, während die Preise für Verbraucher kräftig gestiegen seien.
Die Kläger argumentieren laut Bericht zudem, dass der Markt faktisch von den drei Unternehmen kontrolliert werde. Der Aufbau neuer DRAM-Fertigungen koste viele Milliarden Dollar und nehme Jahre in Anspruch. Hinzu kämen jahrzehntelang aufgebaute Fertigungsprozesse sowie Exportbeschränkungen, die neue Wettbewerber zusätzlich ausbremsen würden. Dadurch könne kein anderer Anbieter kurzfristig mit mehr Produktion auf steigende Preise reagieren.
Die Klage verweist außerdem auf frühere Fälle. Bereits 2005 mussten Samsung und SK Hynix in den USA Strafen wegen Preisabsprachen im DRAM-Markt akzeptieren. Samsung zahlte damals 300 Millionen US-Dollar, SK Hynix 185 Millionen US-Dollar. Micron entging laut Klageschrift einer Strafe, nachdem das Unternehmen mit den Ermittlungsbehörden kooperiert hatte. Auch zwischen 2016 und 2018 untersuchten chinesische Behörden den DRAM-Markt wegen stark gestiegener Preise.
Ob sich die Vorwürfe bestätigen, muss nun das Gericht klären. Bislang handelt es sich um Behauptungen der Kläger, zu denen eine gerichtliche Entscheidung noch aussteht.
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