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The Blood of Dawnwalker: Entwickler enthüllt das erstaunlich niedrige Budget des Vampir-RPGs
Das ambitionierte Dark-Fantasy-Spiel von Rebel Wolves kostete laut Game Director Konrad Tomaszkiewicz einen Bruchteil im Vergleich zu The Witcher 3.
Das polnische Entwicklerstudio Rebel Wolves hat das Budget für sein Dark-Fantasy-Vampir-Rollenspiel The Blood of Dawnwalker enthüllt. Die Summe fällt geringer aus als erwartet. Damit rückt der Titel eher in die Nähe einer AA-Produktion als in die eines klassischen AAA-Blockbusters.
In einem Interview mit Bloomberg verriet Mitgründer und Game Director Konrad Tomaszkiewicz, dass das Budget von Dawnwalker bei 40 Millionen US-Dollar liegt. Das ist weit entfernt von einem recht linearen Blockbuster wie 007 First Light. Dessen Entwicklung kostete Berichten zufolge satte 200 Millionen Dollar – auch wenn in diesem Fall natürlich saftige Lizenzgebühren und hohe Gagen für prominente Schauspieler anfielen.
AAA-Spiele (Triple-A) sind Blockbuster mit massiven Budgets, die heute oft über 150 Millionen US-Dollar verschlingen. AA-Titel (Double-A) operieren mit kleineren Budgets (wie den 40 Millionen von Dawnwalker). Sie bieten oft mutigere Konzepte, müssen aber technische Kompromisse eingehen.
Ein treffenderer Vergleich ist da vielleicht The Witcher 3 von CD Projekt Red. Tomaszkiewicz fungierte dort ebenfalls als Director und Dawnwalker weist starke Parallelen zu dem Rollenspiel-Hit auf. Die Entwicklung dieses Spiels verschlang damals 80 Millionen Dollar. Ein großer Teil dieser Summe floss jedoch angeblich ins Marketing. Dennoch betonte Tomaszkiewicz in der Vergangenheit oft, dass der Umfang beider Produktionen in etwa vergleichbar sei. Das scheint nun allerdings nicht ganz zu stimmen. Bedenkt man zudem, dass diese 80 Millionen für The Witcher 3 schon über ein Jahrzehnt zurückliegen, klafft die Lücke sogar noch weiter auseinander.
Trotz des schmaleren Budgets beweist Rebel Wolves – ein Studio, das zu 29 Prozent dem chinesischen Giganten Tencent gehört – in Dawnwalker durchaus AAA-Ambitionen. Phasenweise setzen die Entwickler diese auch grandios um. Dennoch schleicht sich immer wieder das Gefühl ein, dass die Grafik nicht ganz auf dem neuesten Stand ist. Die Spielwelt wirkt zudem stellenweise etwas karg und wiederholt sich.
Doch was Dawnwalker in dieser Hinsicht fehlt, macht es durch enorme Originalität wieder wett. Das Spiel wählt einen mutigen Ansatz bei der RPG-Struktur: Es verzichtet auf eine klassische Hauptquest und überlässt euch völlig die Kontrolle über euer Abenteuer. Gleichzeitig begrenzt es jedoch eure verfügbare Zeit. Dawnwalker ist genau die Art von risikofreudigem Spiel, das unsere Industrie laut dem ehemaligen PlayStation-Boss Shawn Layden dringend braucht. Er forderte bereits mehrfach ein klares Comeback der AA-Spiele.