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Lumo 2.0 verfügbar: Proton erweitert Chatbot um neue Funktionen
Proton aktualisiert seinen verschlüsselten KI-Assistenten mit besseren Reasoning-Modellen und neuen Funktionen. Lumo 2.0 kann jetzt erstmals Bilder generieren.
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Proton veröffentlicht heute die neue Version seines verschlüsselten KI-Chatbots Lumo. Version 2.0 kann jetzt erstmals Bilder erkennen und generieren. Mit neuen Sprachmodellen will das Schweizer Unternehmen mit Datenschutz-Fokus außerdem besser mit US-Angeboten wie Claude und ChatGPT mithalten können.
Mit neuen multimodalen Funktionen lassen sich nicht nur hochgeladene Bilder auswerten, sondern auch neue erzeugen. Dabei ruft Lumo aktuelle Informationen über die Websuche ab, etwa um beim generierten Bild einer Stadt das tatsächlich herrschende Wetter einzubeziehen. Per Mauszeiger markieren Nutzer Bereiche, die Lumo mit einem weiteren Prompt bearbeiten soll. Eine Galerie sammelt erzeugte Bilder und Grafiken. In unserem Vergleichstest europäischer Chatbots gehörte die fehlende Bildverarbeitung noch zu den größten Kritikpunkten.
Neu sind außerdem sogenannte „Custom Lumos“ für spezialisierte Aufgaben. Proton gibt solche Lumos für die Datenanalyse, einen Schreibassistenten oder Zusammenfassungen längerer Texte vor. Nutzer können auch eigene Anweisungen als Systemprompt hinterlegen und zusätzliche „Erinnerungen“ speichern.
Lumo 2.0 kommt in zwei Versionen daher, Lumo 2.0 Lite und dem stärkeren Lumo 2.0 Max. Bislang konnten nur zahlende Nutzer auf die besseren Modelle zugreifen, Lumo 2.0 Max steht eingeschränkt auch kostenlos zur Verfügung.
Proton trainiert kein eigenes Sprachmodell, sondern greift auf eine Reihe offener Modelle zurück. Im Max-Modell kommt unter anderem GLM-5.2 zum Einsatz, beim Lite-Modell kommt Qwen 3.5 mit 122 Milliarden Parametern zum Einsatz. Proton behält sich vor, die Modelle im Hintergrund zu wechseln.
Agentische Funktionen stehen noch auf der Roadmap für die weitere Entwicklung und sollen perspektivisch über eine API zugänglich sein. Mit einer ebenfalls angekündigten Desktop-App soll Lumo außerdem Zugriff auf lokale Dateien erhalten. Auch Audiotranskription geht weiterhin nicht, das Team arbeite aber daran.
In einer Pressedemo bei der Vorstellung schlug sich Lumo 2.0 gut, gab jedoch eine Nachrichtenmeldung falsch wieder: Einen Haiangriff in Australien erklärte das Modell für tödlich, obwohl die Schwimmerin überlebte. „Wir werden nicht alle Probleme mit LLMs lösen“, sagte Protons Leiter des Machine-Learning-Teams Eamonn Maguire auf Nachfrage.
Fast die Hälfte der Antworten von ChatGPT, Copilot, Gemini und Perplexity sind laut einer Studie der Europäischen Rundfunkunion fehlerhaft. Google wurde kürzlich für unwahre Tatsachenbehauptungen in seinen KI-Übersichten verurteilt. Eine Quellenprüfung ist also unabhängig vom Anbieter unerlässlich.