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OnePlus verkauft im eigenen Store plötzlich auch Produkte seiner Mutter Oppo
OnePlus bietet im deutschen Store nun auch Produkte seiner Muttermarke Oppo an. Dies befeuert Spekulationen über die Zukunft der Marke OnePlus in Europa.
Tanzt OnePlus bald zugunsten von Oppo aus Europa heraus?
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Seit Monaten kursieren Gerüchte über das Aus der Smartphonemarke OnePlus in Europa und weiteren Märkten. Der Einzug einer ersten Auswahl von Oppo-Produkten im deutschen OnePlus-Store nährt Vermutungen, dass die Marke vor dem Aus steheen könnte.
OnePlus bietet neuerdings unter dem Motto „Neue Technik, gleiches Gefühl“ einige Produkte der Muttermarke Oppo an. Das Unternehmen schreibt zu den Oppo-Produkten: „Auf der Suche nach einer neuen Technologie, die dir alles bietet, was du dir von OnePlus-Geräten wünschst? Oppo hat die Geschwindigkeit, die du brauchst, und die Erfahrung, der du vertraust.“ Zuerst hatte Caschys Blog über diese Änderung berichtet.
Besucherinnen und Besucher der OnePlus-Webseite werden über einen kleinen Störer im oberen Bereich der Seite auf den Einzug der Oppo-Produkte hingewiesen. Auf der Unterseite schreibt das Unternehmen: „Wir haben eine Auswahl an Oppo-Produkten zusammengestellt, die mit der modernsten Hardware und leistungsstarken Software ausgestattet sind, die du kennst und mit denen du vertraut bist.“ Ferner seien alle Produkte darauf ausgerichtet, Nutzern eine „nahtlose Kompatibilität mit der bestehenden OnePlus-Technologie zu bieten“. Das dürfte mit der Marke vertraute Nutzer kaum überraschen, schließlich teilen sich die Marken Technik, Software und Know-how.
In der Übersicht der Oppo-Produkte sind zunächst Kopfhörer und weiteres Zubehör wie Uhren, Ladeschalen und Tablets gelistet. Erst weiter unten sind Top-Smartphones wie das Oppo Find X9 Ultra und weitere Modelle der aktuellen Find-X9-Reihe zu finden.
Bislang sind die beiden Marken in der Außenpräsentation stets getrennt aufgetreten, obwohl OnePlus seit 2021 Teil von Oppo ist. Oppo erklärte damals, dass mit dem Zusammenschluss Betriebsabläufe optimiert werden und OnePlus mehr Ressourcen erhalten sollte. Vollkommen unabhängig war OnePlus im Grunde seit seiner Gründung nicht, da das Unternehmen wie auch Oppo zur BBK-Gruppe gehörte, die sich ab 2023 in eigenständige Marken umstrukturierte.
Mit dem Einzug von Oppo-Produkten in den OnePlus-Store könnte das Unternehmen nun die OnePlus-Bestandskundinnen und -kunden an die Marke Oppo heranführen. In gewisser Weise wird ihnen mit dem Produktauftritt klargemacht, dass es sich im Grunde nur um einen neuen Namen handle. Vollkommen verkehrt ist das nicht: Oppo- und OnePlus-Geräte haben sich immer mehr angeglichen, wobei Oppo etwa die zunächst mit OnePlus eingeführte Hasselblad-Kooperation übernommen hat. Eine offizielle Stellungnahme zur künftigen Strategie von OnePlus steht immer noch aus. Wir haben erneut beim Hersteller angefragt. Zuletzt hieß es im April, OnePlus prüfe die „regionale Roadmap und Produktstrategie“. Zugleich verließen jedoch zahlreiche Mitarbeiter der europäischen Dependance und regionaler Ableger das Unternehmen.
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