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US-Weltraumteleskop Roman schickt erste Bilder zur Erde
Das Roman-Weltraumteleskop hat die ersten Bilder zur Erde gefunkt. Viel ist nicht zu erkennen. Aber sie zeigen, dass die 300-Megapixel-Kamera funktioniert.
Nancy Grace Roman Space Telescope kurz nach der Abtrennung: wissenschaftlicher Betrieb voraussichtlich Anfang 2027
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Das Nancy Grace Roman Space Telescope hat seinen endgültigen Standort noch nicht erreicht. Dennoch hat die US-Raumfahrtbehörde National Aeronautics and Space Administration (NASA) die beiden Instrumente des neuen Weltraumteleskops in Betrieb genommen.
Das Wide Field Instrument (WDF) übertrug am Wochenende das erste Bild. Es ist unscharf und besteht noch aus 18 Einzelbildern, weil die 18 Detektoren noch nicht kalibriert sind. Die Sterne erscheinen als unscharfe Punkte, die von einer Art Aura umgeben sind – ein Effekt der Blende.
Für die NASA ist das dennoch ein Grund zum Jubeln: „Nach den jahrelangen Bemühungen beim Bau und bei Tests des Instruments haben wir jetzt die Bestätigung, dass es im All einsatzfähig ist“, sagte Josh Schlieder aus dem WFI-Team. Damit sei ein wichtiges Zwischenziel erreicht. „Es gibt noch viel zu tun, aber wir sind auf dem Weg zu bahnbrechenden wissenschaftlichen Erkenntnissen.“
(Bild: NASA’s Goddard Space Flight Center, Tyler Desjardins (STScI))
Das WFI ist eine 300-Megapixel-Infrarotkamera mit 18 Detektoren. Zusammen haben sie laut NASA eine Sensorfläche „ungefähr von der Größe eines Laptop-Bildschirms“. Wenn die Sensoren kalibriert und eingerichtet sind, wird das WFI „einen Ausschnitt des Himmels erfassen, der größer ist als die scheinbare Größe eines Vollmonds, mit Schärfe von Weltraumteleskopen wie dem Hubble-Teleskop.“
Um das WFI in Betrieb zu nehmen, musste es zunächst zehn 10 Tage getrocknet und dekontaminiert werden. Dazu heizte das Team die Detektoren auf minus 65 Grad Celsius auf. Danach wurden sie auf minus 143 Grad Celsius abgekühlt, um erste Tests, unter anderem des Fokussierungsmechanismus, durchzuführen. Als das Team sicher war, dass dieser funktioniert, kühlte es die Detektoren auf ihre Betriebstemperatur von minus 183 Grad Celsius und aktivierte sie.
Das andere Instrument, der Koronagraph, wurde bereits wenige Tage nach dem Start aufgeweckt. Das zuständige Team bestätigte, dass es mit allen Komponenten kommunizieren könne. Es hat zudem das Instrument, das Exoplaneten direkt abbilden soll, auf seine Betriebstemperatur gebracht, die milde 22 Grad Celsius beträgt.