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Unix-Betriebssystem: NetBSD 10.2 verbessert Hardware-Unterstützung & Sicherheit
Mit NetBSD 10.2 steht das zweite Point-Release dieser Ausgabe des Unix-Betriebssystems zum Download bereit. Im Fokus des Updates stehen ein verbesserter Hardware-Support, Sicherheitspatches sowie Aktualisierungen von Systemkomponenten.
NetBSD 10.2 stellt das jüngste Wartungs-Update des stabilen NetBSD-10-Branch dar und bietet Unterstützung für Netzwerkadapter wie die PCI-Express-Karten Realtek RTL8126 (5 Gbit/s) und RTL8125D (Revision 0x6890000) sowie die USB-basierten ASIX AX88179A und Asus USB-N10 Nano B1 Wi-Fi. Zusätzlich haben Netzwerktreiber für verschiedene Intel- und Broadcom-Adapter Stabilitäts- und Funktionsverbesserungen erhalten. Zudem soll der SD-Karten-Controller mit einer optimierten Performance aufwarten.
Darüber hinaus bietet NetBSD 10.2 Korrekturen und Ergänzungen im Bereich Virtualisierung, wie beispielsweise die neu hinzugekommene Unterstützung für den VMware-PV-SCSI-Controller in VMware ESXi. Interessant und etwas ungewöhnlich wirkt zudem, dass nun das Disc-Laufwerk, der WLAN-Adapter und die AES-Hardwareverschlüsselung der Nintendo Wii unterstützt werden, wie aus den Release-Notes von NetBSD 10.2 hervorgeht. Denn neben gängigen Architekturen wie amd64, i386 oder verschiedenen ARM-Geräten stellen die Entwickler auch eine Installations-Datei für die Wii bereit.
Bei einem Unix-artigen Betriebssystem wie NetBSD, das sich als „kostenloses, sicheres und sehr portables Open-Source-OS“ präsentiert, werden bei einem Point-Release wie NetBSD 10.2 entsprechend mehrere Sicherheitsupdates ausgeliefert. Dazu zählen unter anderem Sicherheitslücken im Telnet-Client für die Konsole und in Kernel-Bestandteilen für das Netzwerk-Dateisystem NFS.
Außerdem haben die NetBSD-Entwickler im Rahmen des 10.2-Updates eine aus der Ferne auslösbare Null-Pointer-Dereferenzierung im Kernel-Bestandteil ipfilter geschlossen. Drittanbieter-Software wie der Display-Server Xorg, die Kryptographie-Bibliothek openSSL, der Keymap-Kompiler xkbcomp und der DNS-Resolver unbound haben Updates auf neue Versionen erhalten, wodurch verschiedene Sicherheitslücken in diesen Programmen geschlossen wurden.