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Boring Notch 2.8: Großes Update für das Mac-Tool bringt kompakten Player und Notification Mirroring
von Carsten Knobloch
25. Sep. 2026 |
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Wer ein MacBook mit Display-Aussparung nutzt, kennt vielleicht die Open-Source-App Boring Notch. Das kleine Tool macht aus der oft ungenutzten Notch am oberen Bildschirmrand eine funktionale Schaltzentrale nach dem Vorbild der Dynamic Island vom iPhone. Die Entwickler schicken nun den Release Candidate für Version 2.8 ins Rennen, der ein ziemlich umfangreiches Paket an Neuerungen im Gepäck hat.
Besonders im Bereich Medien und Musiksteuerung wurde nachgebessert. Die geöffnete Notch bekommt ein neues, kompaktes Player-Layout spendiert, das sich ganz auf die Wiedergabe, Shuffle und Audio-Ausgabegeräte konzentriert.
Neu ist auch eine Anzeige für die verbleibende Restlaufzeit eines Titels sowie eine Echtzeit-Wellenformanzeige für den Ton auf unterstützten Systemen ab macOS 14.2. Praktisch für den Alltag: Ihr könnt die aktive Audioausgabe nun direkt über die Notch umschalten, egal ob interne Lautsprecher, AirPods, kabelgebundene Kopfhörer oder andere Bluetooth-Geräte. Bei synchronisierten Songtexten folgt der Textfluss nun präziser dem tatsächlichen Gesang.
Auch der Kalenderbereich legt zu. Neben einer optionalen Wochenansicht erkennt die App jetzt Meeting-Links in euren Terminen. Videokonferenzen über Google Meet, Zoom, Microsoft Teams, Webex, Whereby oder Jitsi lassen sich so mit einem Klick direkt aus der Notch heraus starten.
Eine größere Neuerung ist das Notification Mirroring. Eingehende Benachrichtigungen werden auf Wunsch mit dem passenden App-Icon direkt in die Notch gespiegelt. Das klappt wahlweise für alle Programme oder nur für ausgewählte Apps. Treffen mehrere Mitteilungen gleichzeitig ein, landen sie in einer Warteschlange und lassen sich durchblättern. Selbst bei geschlossener Notch signalisiert ein dezenter Indikator neue Aktivitäten.
Beim Akku-Menü liefert Version 2.8 nun die Wattzahl des angeschlossenen Netzteils mit und berechnet neben der Ladezeit auch eine Schätzung für die verbleibende Entladedauer. Die frühere HUD-Anzeige für Systemregler heißt jetzt offiziell OSD, reagiert sanfter bei Helligkeitsschritten und bindet externe Display-Tools wie BetterDisplay oder Lunar sauberer ein.
Dazu kommen diverse Detailverbesserungen: Die Dateiablage Shelf lässt sich auf Wunsch komplett abschalten oder so sortieren, dass neue Dateien immer vorn landen. Die integrierte Kamera- und Spiegelfunktion verkraftet Setups mit mehreren Bildschirmen deutlich besser und erlaubt die manuelle Auswahl der Kamera. Die Einstellungen wurden komplett neu in thematische Bereiche gegliedert und ihr könnt festlegen, wie flott die Animation beim Öffnen der Notch ablaufen soll. Ebenfalls an Bord sind Update-Kanäle für Stable-, Beta- und Nightly-Builds sowie Anpassungen an macOS 27.
Boring Notch ist quelloffen und lässt sich über GitHub beziehen. Da es sich bei der Version 2.8-rc.0 noch um einen Veröffentlichungskandidaten handelt, richtet sich der Build vorrangig an Neugierige und Tester, bevor das finale Release für alle verteilt wird. Vielleicht wartet ihr sogar besser, denn in meinen Tests hat die Version hart an der CPU gesaugt. Grundsätzlich hat Vorssaint mittlerweile auch so eine Funktion, die Notch-Abdeckung sah in meinem letzten Test aber eher so "meh" aus.
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