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macOS: SuperCorners 2.0 erweitert die Aktiven Ecken
von Carsten Knobloch
25. Sep. 2026 |
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Bereits 2014 (und davor wahrscheinlich auch) habe ich hier im Blog ausführlich beschrieben, wie ich am Mac arbeite. Ich bin seit jeher überzeugter Trackpad-Nutzer und verzichte weitgehend auf eine klassische Maus, außer wenn ich am Schreibtisch mit dem Display sitze. Neben Tap-to-Click gehören die bordeigenen Aktiven Ecken von macOS fest zu meinem Alltag. Mauszeiger kurz in die Ecke schubsen, schon zeigen sich der Schreibtisch oder Mission Control. Wer das einmal im Muskelgedächtnis verankert hat, arbeitet verdammt flott. Aber: Die Apple-eigenen Einstellungsmöglichkeiten sind schon dünn:
Genau an dieser Stelle setzt das kostenlose Open-Source-Werkzeug SuperCorners an, welches wir in der Vergangenheit schon vorgestellt haben. Das Tool erweitert das macOS-Feature deutlich: Statt der üblichen vier Ecken stellt die Software insgesamt acht Auslösezonen bereit, indem auch die mittleren Bildschirmkanten einbezogen werden. Zudem lassen sich flexiblere Aktionen hinterlegen, etwa das Starten bestimmter Apps, Tastenkürzel oder Skripte. Aktive Ecken auf Steroiden quasi.
Mit Version 2.0.0 und dem direkt nachgeschobenen Update auf Version 2.0.1 hat der Entwickler die Anwendung grundlegend überarbeitet. Größte Neuerung sind die sogenannten Action Sets. Damit könnt ihr unterschiedliche Belegungen für die Zonen anlegen, entweder global oder spezifisch für einzelne Programme. Wer beispielsweise im Browser andere Kurzbefehle am Bildschirmrand braucht als beim Schreiben oder im Schnittprogramm, kann das nun passgenau trennen. Wichtig für bisherige Nutzer: Durch den Umbau auf das neue Set-System müsst ihr eure Konfiguration nach dem Update einmalig neu anlegen.
Dazu gesellen sich frische Aktionen und die üblichen Detailverbesserungen:
- Neue Systemaktionen: Dock fokussieren, Kontrollzentrum öffnen, neue Nachricht verfassen, Reader-Modus in Safari umschalten sowie neue Fenster öffnen oder das aktuelle schließen.
- "Do Nothing"-Aktion: Erlaubt das gezielte Deaktivieren einzelner Zonen innerhalb eines Sets.
- Visuelles Overlay: Zeigt optisch an, welche Aktion getriggert wird. Mit Version 2.0.1 gibt es dafür sanfte Ein- und Ausblendungen sowie eine freie Farbwahl.
- Trigger Delay Timer: Der Verzögerungstimer steuert seit Version 2.0.1 präzise, wie lange der Zeiger in der Zone verweilen muss, bevor die Aktion zündet. Das verhindert Fehlklicks beim schnellen Vorbeiziehen der Maus.
- Deeplink-Unterstützung für Tinycast und Alfred bei der Button-Benennung.
- Feinschliff bei der Empfindlichkeit: Die Zonengröße lässt sich nun gezielt über Höhe und Breite justieren.