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KI-Finanzierung auf Pump ist großes Risiko
(C) unter Verwendung eines Motivs von Andrei Suslov / 123RF.com
Der renommierte Ökonom Stijn van Nieuwerburgh von der Columbia Business School hat in einer aktuellen Studie die Finanzierung des KI-Ausbaus untersucht.
Er veranschlagt dabei für ein 200-MW-Rechenzentrum für das KI-Training Kosten in Höhe von 8,2 Milliarden Dollar. Für den bis 2032 geplanten Ausbau auf 183 GW fallen damit im Zeitraum 2025 bis 2032 schätzungsweise 10,3 Billionen Dollar an. Das entspräche einem Anteil von 3,63 Prozent des amerikanischen Bruttoinlandsprodukts (GDP), der bei keiner technischen Innovation in der Geschichte – weder beim Eisenbahnbau, der Elektrifizierung, dem Straßenbau oder dem Glasfaser-Boom – jemals auch nur annähernd so hoch gewesen ist.
Bislang konnten die Unternehmen technologische Innovationen außerdem weitgehend aus ihren Einnahmen finanzieren – das ist bei KI nicht mehr der Fall. Die Gesamtinvestitionen von Oracle, Microsoft, Amazon, Meta und Alphabet stiegen von rund 97 Milliarden US-Dollar im Jahr 2020 auf über 400 Milliarden US-Dollar im Jahr 2025 und werden voraussichtlich im Jahr 2026 die Marke von 800 Milliarden US-Dollar überschreiten, wodurch sie erstmals ihren kombinierten operativen Cashflow übersteigen werden. Dadurch entstehen neue Risiken, weil langfristige Verbindlichkeiten durch Cashflows und Sicherheiten gestützt werden, die ihrerseits von der ungewissen Nachfrage nach KI, vom raschen technologischen Wandel, vom rechtzeitigen Zugang zu Strom und Hardware sowie von der anhaltenden Bonität einer kleinen Anzahl von Mietern der Rechenzentren abhängen. Die KI-Umsätze müssten, nach Berechnungen von van Nieuwerburgh, bis 2032 um jährlich 80 Prozent steigen, um die Kosten refinanzieren zu können.
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