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Anker Soundcore AeroClip 2 ausprobiert
von Oliver Posselt
27. Sep. 2026 |
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Offene Kopfhörer sind eine gute Sache, wenn ihr Musik hören und trotzdem mitbekommen wollt, was um euch herum passiert. Nicht jeder mag allerdings die Bügel, die sich viele Kandidaten aus dieser Kategorie mit der Brille teilen. Bei Anker setzt man bei den Soundcore AeroClip 2 wieder auf einen Clip, der seitlich am Ohr sitzt und den Gehörgang freilässt. Ich habe mir die Teile mal etwas genauer anhören dürfen.
Das Prinzip bleibt zum Vorgänger wie bereits erwähnt gleich. Ein Teil des Hörers sitzt vor dem Gehörgang, der andere dahinter. Dazwischen hält ein flexibler Bügel den Clip am Ohr. Silikonstöpsel müsst ihr euch dabei nicht in den Gehörgang drücken. Auch die Oberseite des Ohres bleibt weitgehend frei, was bei einer Brille hilfreich ist.
Anker nennt die neue Verbindung GoldenFit C-Bridge und verspricht eine Mischung aus sicherem Halt und wenig Druck. Genau darauf kommt es an. Ein Clip darf beim Gehen nicht verrutschen, soll sich nach zwei Stunden aber auch nicht wie eine Wäscheklammer anfühlen. Hier spielt die eigene Ohrform natürlich eine große Rolle.
In meinem Test passte das im Großen und Ganzen doch nach ein paar Stündchen stellte sich dann schon ein gewissen Kneifen ein und es wurde unangenehm. Das sollte man also ruhig mal ausprobieren, bevor man sich komplett auf die Dinger einlässt.
Anker setzt erneut auf 12-Millimeter-Treiber und LDAC. Für die neue Generation bewirbt der Hersteller einen Treiber mit Doppelmagneten und großem Hub. Der soll dem Bass helfen, obwohl die Hörer den Gehörgang nicht abdichten. Die Treibergröße allein ist allerdings kein Fortschrittsbeleg. Schon die ersten AeroClips hatten 12-Millimeter-Treiber und unterstützten LDAC. Meiner Meinung nach erzeugen die Ohrhörer nach der Konfiguration der eigenen Hörvorlieben (Anker nennt das HearID) ein angenehmes Klangbild. Ja nachdem welche Musikrichtung man hört können die Clips mit einem guten Bass glänzen und schaffen ein gutes Volumen. Hier und da sind mir die Höhen etwas zu scharf, doch auch da bietet der EQ ein paar Justierungsmöglichkeiten.
Die grundsätzliche Einschränkung bleibt jedoch bestehen. In einer ruhigen Umgebung muss die Musik gegen wenig anspielen. In einer vollen Bahn konkurriert sie mit Gesprächen und Fahrgeräuschen. Wer sich vor allem abschotten möchte, ist mit geschlossenen Kopfhörern und ANC besser bedient. Doch die Zielgruppe für die AeroClip ist man ohnehin nicht, wenn man komplett für sich sein möchte. LDAC ist für kompatible Android-Geräte interessant, am iPhone könnt ihr den Codec nicht nutzen.
Am spannendsten ist bei den AeroClip 2 meiner Meinung nach die verbesserte Sprachverarbeitung. Ankers THUS-Chip soll die eigene Stimme besser von Umgebungsgeräuschen trennen. Dazu kommt ein Whisper Mode, der auch leises Sprechen für die Gegenseite verständlich halten soll.
Wer im Büro oder unterwegs telefoniert, möchte nicht jedes Gespräch in Zimmerlautstärke für die nähere Umgebung führen. Entscheidend ist dabei, ob die Stimme verständlich und natürlich bleibt, während Verkehr, Wind oder andere Stimmen herausgefiltert werden.
Ich habe die Teile auch beim Homeoffice und unterwegs zum Telefonieren verwendet. Ich und meine Gegenüber waren mit der Qualität der Sprache und der Mikrofone zufrieden. Es wird nicht alles gefiltert und man ist auch nicht auf dem Niveau eines Office-Headsets aber es ist eine gute Ergänzung für die kleinen Kopfhörer. Auch die Konkurrenz wie die AirPods Pro 3 oder die Sonys sind beim Telefonieren einen Tick besser.