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Erster Klimaturm der Welt in Bremen eingeweiht
Das Bremer Unternehmen Towergy hat den ersten Klimaturm der Welt in Betrieb genommen. Die Großwärmepumpe soll einen Campus in Bremen heizen und kühlen.
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Eine Wärmepumpe für viele Wohnungen: Das Bremer Unternehmen Towergy hat den Prototyp einer Großwärmepumpe in Form eines Turms vorgestellt – es ist die weltweit erste Anlage dieser Art. Künftig sollen solche Klimatürme ganze Quartiere mit Wärme und Kälte versorgen.
Die Großwärmepumpe ist ein 14 Meter hoher Turm auf dem neuen Klimacampus, der auf dem ehemaligen Kellogg-Areal entsteht. Er liefert eine Leistung von 500 Kilowatt und soll den Klimacampus sowie mehrere Ateliers versorgen. Da die Anlage eine Wärmepumpe ist, kann sie nicht nur für Wärme im Winter sorgen, sondern auch für Kühlung im Sommer.
Die Idee stammt von Rolf Strauß, Geschäftsführer von Towergy und Professor an der Hochschule Bremen. Dafür hat er das Konzept auch entwickelt: Auf dem Gelände sei wenig Platz, außerdem sollte die Anlage noch gut aussehen, sagte er im Gespräch mit Radio Bremen.
Eine solche Anlage besteht aus drei Modulen: Das untere ist der Maschinenraum, in dem sich die Wärmepumpe, die Elektrik sowie die Steuerung befinden. In der Mitte sitzt der Wärmetauscher, über den die Anlage von allen vier Seiten Luft ansaugt. Darüber schließlich ist der Luftkanal mit den Ventilatoren und Schalldämpfern verbaut.
In der Größe und der Leistung kann die Großwärmepumpe variiert werden: Die Kantenlänge kann zwischen 3,8 Meter und 5,6 Meter betragen, die Leistung beträgt 0,3 bis 1 Megawatt. Ein Klimaturm kann laut Towergy bis zu 200 Haushalte im Bestand und 400 Haushalte im Neubau versorgen.
Towergy will die Großwärmepumpen ab dem kommenden Jahr in Serie fertigen. In dem Werk, das im Bremerhaven entsteht, sollen künftig 50 solcher Anlagen im Jahr gebaut werden. Der nächste Turm in Bremen ist bereits in Planung: Er soll 2028 im Hachez-Quartier in der Bremer Alten Neustadt den Betrieb aufnehmen.
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