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Angriffe auf Roundcube-Webmail nehmen zu
Roundcube ist eine Open-Source-Webmail-Anwendung, mit der Nutzer E-Mails direkt im Browser lesen, schreiben und verwalten können. Die Software wird häufig auf eigenen Mailservern oder in Hosting-Umgebungen eingesetzt.
Derzeit werden gezielt bestimmte Roundcube-Installationen angegriffen. Ursache ist eine bereits bekannte Sicherheitslücke, für die seit einiger Zeit korrigierte Versionen verfügbar sind. Gefährdet sind jedoch nicht grundsätzlich alle Systeme. Betroffen sind vor allem Installationen, bei denen das Plug-in “virtuser_query” aktiviert ist. Diese Erweiterung wird für Datenbankabfragen verwendet und kann unter bestimmten Umständen von außen missbraucht werden.
Die Schwachstelle ermöglicht sogenannte SQL-Injection-Angriffe. Dabei lassen sich speziell präparierte Anfragen an die Datenbank übermitteln. Besonders kritisch ist, dass dafür offenbar keine vorherige Anmeldung erforderlich ist. Je nach Konfiguration könnten Angreifer dadurch Daten verändern oder löschen.
Obwohl bereits Sicherheitsupdates verfügbar sind, scheinen weiterhin ältere, ungepatchte Installationen im Einsatz zu sein. Genau diese Systeme geraten nun verstärkt ins Visier. Ein zusätzliches Problem besteht darin, dass derzeit keine eindeutigen Hinweise vorliegen, anhand derer Administratoren einen bereits erfolgten Angriff zuverlässig erkennen können. Betreiber sollten ihre Roundcube-Installation deshalb möglichst schnell aktualisieren. Falls ein Update kurzfristig nicht möglich ist, sollte das betroffene Plug-in vorübergehend deaktiviert werden. Dadurch lässt sich der bekannte Angriffsweg zumindest vorerst unterbinden.
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