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Hyundai plant Einsatz von 25.000 humanoiden Atlas-Robotern in Auto-Werken
Hyundai beabsichtigt, seine Automobilproduktion mit humanoiden Robotern weiter zu automatisieren. 25.000 Atlas-Roboter sollen bis 2030 konzernweit arbeiten.
Der Automobilkonzern Hyundai Motors will in den kommenden Jahren bis 2030 rund 25.000 humanoide Roboter des Typs Atlas der Konzerntochter Boston Dynamics in den Fabriken von Hyundai und Kia einsetzen. Die Montage von Autobauteilen soll dann vollautomatisch ablaufen, auch schwere körperliche Arbeiten sollen die Roboter bis dahin von menschlichen Arbeitskräften übernehmen.
Um dieses Ziel zu erreichen, hat Boston Dynamics auf dem Gelände der „Metaplant America“ der Hyundai Motor Group in der Nähe von Savannah im US-Bundesstaat Georgia das Robotics Metaplant Application Center (RMAC), eine Art Trainingscamp für humanoide Roboter, eröffnet. In dem Zentrum sollen gezielte Test- und Lernverfahren für physische KI und kommerzielle Robotik durchgeführt werden, um Atlas fit für die Arbeit in der Automobilproduktion zu machen. Geplant ist, das RMAC bereits 2027 noch deutlich auszuweiten. Im Gespräch ist eine zehnfache Vergrößerung. Dann sollen dort Test mit den humanoiden Atlas-Robotern auch auf andere Branchen, nicht nur im Automobilsektor, ausgedehnt werden.
In dem RMAC übernehmen Atlas-Roboter bereits reale, in der Automobilindustrie anfallende Aufgaben – darunter etwa das Sortieren von Bauteilen, Sequenzierungsaufgaben und Tätigkeiten in der Logistik. Die Roboter sollen menschlichen Arbeitern vor allem gefährliche, schwere, sich wiederholende und ermüdende Tätigkeiten abnehmen. Später folgen dann aber auch anspruchsvollere Aufgaben, um komplexe Fertigungsprozesse durchzuführen. Auch wenn es darum geht, die körperliche Belastung menschlicher Arbeitskräfte zu reduzieren, dürfte das nicht ganz ohne Arbeitsplatzabbau vonstattengehen.
Die Gewerkschaft von Kia hat das Unternehmen bereits aufgefordert, einen eigenen Beauftragten zu installieren, der sich um den Schutz der Arbeitnehmerrechte in Bezug auf die Auswirkungen von Künstlicher Intelligenz und Robotik kümmert. Hyundai versucht unterdessen, die Befürchtungen von möglichem Arbeitsplatzabbau kleinzureden und verweist auf den menschlichen Personalbedarf, der nötig für die Bedienung und Wartung der Atlas-Roboterflotte sein wird.
Um überhaupt eine so große Anzahl von 25.000 Robotern produzieren und weiteren Bedarf decken zu können, will der Hyundai-Konzern eine eigene Roboterproduktion in den USA aufbauen. Derzeitige Pläne sehen vor, dass dort jährlich bis zu 30.000 Atlas-Roboter gebaut werden.
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