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E-Auto-Förderung: Berlin sieht keinen Vorteil für Chinas Autobauer
Die Bundesregierung weist Befürchtungen zurück, dass chinesische Hersteller überproportional von der E-Auto-Förderung profitieren. BAFA-Daten belegen dies.
Die Sorge vor einer Flut preiswerter chinesischer Elektrofahrzeuge treibt die deutsche Politik und Automobilbranche seit Längerem um. Doch die Befürchtung, dass staatliche Förderprämien in Deutschland vor allem Herstellern aus Fernost zugutekommen, weist die Bundesregierung nun deutlich zurück. In ihrer Antwort auf eine Anfrage der AfD-Fraktion betont sie, dass die seit Anfang 2026 geltende E-Auto-Förderung keineswegs zu Wettbewerbsvorteilen für chinesische Autobauer führe. Zur Begründung verweist das federführende Umweltministerium auf die aktuellen Bewilligungszahlen des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA).
Den Auswertungen mit Stand vom 1. September zufolge wurden im Rahmen des Förderprogramms bislang insgesamt 52.473 Anträge bewilligt. 47.986 (91 Prozent) entfallen auf rein batteriebetriebene Elektrofahrzeuge (BEV). Genau in diesem Segment greift der Exekutive zufolge die heimische und europäische Konkurrenz den Löwenanteil ab: Rund 87 Prozent der geförderten E-Autos hätten Hersteller gefertigt, die ihren Sitz außerhalb Chinas haben.
Unangefochtener Spitzenreiter bei den Förderzusagen ist der Volkswagen-Konzern, auf dessen Fahrzeuge allein 11.680 Bewilligungen entfallen. Demgegenüber wurden für Modelle des chinesischen Branchenriesen BYD seit Beginn der Förderperiode nur 2831 Zusagen erteilt.
Auch die Befürchtung, Plug-in-Hybride aus China könnten die staatliche Unterstützung im großen Stil abschöpfen, teilt die Regierung nicht. Die Auswertung zeige, dass der Anteil gering sei. Ein Zusammenhang zwischen den steigenden Neuzulassungen chinesischer Plug-in-Hybride und der deutschen Förderpolitik bestehe daher nicht.
Ergänzend hebt die Exekutive hervor, dass der Marktanteil chinesischer Automobilhersteller in Deutschland nach wie vor unter dem europäischen Durchschnitt liege. Das schlage sich auch in den Zulassungsstatistiken nieder: Nach Daten des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) befand sich im ersten Halbjahr 2026 unter den zwanzig am häufigsten neu zugelassenen reinen Elektroautos in Deutschland kein einziges Modell eines chinesischen Herstellers.
In ihrer Antwort stellt die Exekutive ferner klar, dass die Fördermittel aus dem Klima- und Transformationsfonds ausschließlich deutschen Privathaushalten als Zuwendungsempfängern zugutekämen. Welches förderfähige Fahrzeugmodell die Käufer wählten, liege in deren Verantwortung. Über eine Koppelung der Förderkriterien an europäische Wertschöpfungskriterien („Local Content“) stimmt sich die Bundesregierung derzeit noch ab.
Auch Spekulationen über eine Umgehung der Förderregeln durch den Import günstiger Fahrzeuge erteilt das Umweltressort eine Absage. Nach der aktuellen Richtlinie würden nur elektrisch betriebene Neufahrzeuge gefördert, die erstmals im Inland zugelassen werden und zuvor weder im In- noch im Ausland angemeldet waren. Tageszulassungen aus anderen EU-Staaten seien damit explizit ausgeschlossen, was durch einen Datenabgleich mit dem Zentralen Fahrzeugregister des KBA überprüft werde. Hinweise auf Betrugsfälle lägen dem BAFA nicht vor.
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