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Linux auf Smartphones im Oktober 2026
Wie in den Jahren zuvor muss ein Kompromiss in Kauf genommen werden. Mit dem Auslaufen von PinePhone, PinePhone Pro und dem Librem 5 gibt es aktuell kein Gerät am Markt, das nicht ursprünglich für Android konzipiert wurde und Halium benötigt, um umfassend mit einem ansonsten vollständig freien GNU‑Linux-basierten Betriebssystem zu funktionieren.
Das neue Jolla Phone mit SailfishOS 5.2 nutzt zwar kein Halium, es basiert auf einem eigenen Linux‑Stack mit Mer‑Core und nutzt eigene Hardware‑Adaptionen (oft über libhybris für Android‑Treiber), aber nicht das Halium‑Projekt. Jedoch sind bei diesem Produkt weiterhin weite Teile closed source.
Halium ist zwar ein pragmatischer, aber nicht ganz unproblematischer Kompromiss: Es ermöglicht Linux‑Mobilgeräte auf vorhandener Android‑Hardware, zementiert aber Abhängigkeit von alten Kerneln und proprietären Treibern – im Widerspruch zu vielen Zielen der FLOSS‑Community.
Ich liebe mein FuriPhone FLX, das ohne Halium nicht zum täglichen Begleiter taugen würde. Bardia Moshiri ist CEO von FuriLabs und Gründer des Unternehmens. Er argumentiert leidenschaftlich gegen den Mainline Support, der Aufwand sei durch kleine Unternehmen nicht zu stemmen.
Projekte wie Mobian oder Nura haben zwar Geräte mit Mainline Support im Programm. Für diese muss jedoch eine Unmenge an Software in mühevoller Kleinarbeit im Reverse Engineering entwickelt werden. Abgesehen von den anfangs genannten Geräten von Pine64 und Purism gibt es kaum Modelle, bei denen alles funktioniert. Häufig scheitert es schon an der Telefonie, bei der heute ModemManager statt oFono oder ein Mix aus beidem eingesetzt wird. Im Fall von Halium z. B. bei FuriOS greift man auf einen speziellen Fork von oFono zurück, da ModemManager diese Android-Kompatibilitätsschicht nativ nicht unterstützt. Auf den wenigen nativen Linux-Geräten ist ModemManager aber die erste Wahl.
Man kann also Halium als Brückentechnologie sehen, die kurzfristig nützlich ist, um Linux auf Smartphones zu bringen, langfristig aber Freiheit, Sicherheit und Nachhaltigkeit behindert, wenn sie zur Dauerlösung wird.
Einige mobile Betriebssysteme wie Ubuntu Touch, Droidian oder FuriOS haben enorme Fortschritte gemacht, und können ohne bedeutende Abstriche genutzt werden, wenn man die Schwerpunkte setzt, wie ich es eben mache. Folgende mobile Betriebssysteme sind zum Ende dieses Jahres im Rennen:
Das sind bestimmt nicht alle, Ihr könnt die Liste gerne in den Kommentaren weiterführen!
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Man sollte den Artikel halt ganz lesen 😜 bevor man einen dummen Kommentar abgibt