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Corsairs Scuf Omega im Test: Maximal anders als Sonys DualSense Edge Controller
Luxus-Controller mit Gaming-Fokus gibt es mittlerweile fast wie Sand am Meer. Corsairs Pad-Spezialist Scuf setzt den Fokus enger: Das Omega will ein Präzisionswerkzeug für Shooter sein und ist dazu in fast allen Bereichen ein Gegenentwurf zum DualSense Edge. Wie das Duell ausgeht, verrät der Test.
Man könnte fast meinen, der Omega sei eine Schnapsidee, denn trotz offizieller Lizenz hat er Einschränkungen bei Grundfeatures, die Corsair mit der Konzeption erklärt. Auf dem Weg zum messerscharfen Shooter-Controller bleibt erst einmal das Force-Feedback auf der Strecke. Zum Witz wird der Omega dadurch aber wider Erwarten nicht. Es ist mal wieder nicht so einfach. Alle Details im Test.
Ein PlayStation-Layout mit PlayStation-Lizenz bedeutet horizontal angeordnete Thumbsticks und ein Touchpad im Stil des aktuellen DualSense-Controllers. Für Shooter gilt das als bessere Kombination. Das Genre ist daher auch das erklärte Ziel des Omega.
Technisch geht Corsair auf den aktuellen Stand. TMR-Sticks mit austauschbaren Aufsätzen und taktile, in allen Segmenten ähnlich klickende „Maustaster“ für sämtliche Buttons befriedigen die Erwartungen eines extrem teuren Produkts und versprechen die Art unmittelbare Rückmeldung, die sich in kompetitiven Szenarien agil und gut anfühlt.
Zusatztasten ermöglichen beim Spielen Eingaben, ohne Finger von den Sticks nehmen zu müssen. Zwei kommen an die Seiten, vier Paddles an den Boden. Diese Zusatztasten sind beim Omega weitgehend modular. Zwei der vier Paddles und die seitlichen Buttons können durch die Nutzung beigelegter Abdeckungen vollständig deaktiviert werden. Am unteren Rand des Controllers liegen zusätzlich fünf auf dem PC frei belegbare Makrotasten. Auf der PlayStation lassen sich zwei davon beliebig nutzen, der Rest dient der Audiosteuerung.
Tasten und Sticks lassen sich per App am Smartphone in drei Profilen programmieren. Für Faceplate, D-Pad, die Anti-Friction-Ringe und ABXY-Kappen, insgesamt 18 Teile, will Corsair bunte Austausch-Optionen anbieten. Was Corsair für Zubehör verlangt, ist noch unklar.
Für die Datenübertragung stehen auf der PlayStation und dem PC entweder ein Kabel oder Funkdongle zur Auswahl. Bluetooth 5.0 bleibt Smartphones und Tablets vorbehalten. Volle 1.000 Hz Polling-Rate sind beim Omega PC-exklusiv, an der PlayStation limitiert Sony wie bei allen Drittanbieter-Produkten auf 250 Hz.
Preise für den Omega beginnen bei rund 240 Euro in Schwarz, Weiß sowie drei verschiedenen Grautönen. Aufwändigere Designs, darunter Sondervarianten im Stil von eSports-Teams, kosten zwischen 10 und 20 Euro Aufpreis.
Was Corsair mit dem Omega anbietet, ist in weiten Teilen ein Gegenentwurf zum DualSense Edge (Test). Denn der Scuf Omega bietet genau das, was es bei Sony nicht gibt, während der sich dort bedeckt hält, wo die Stärken des Edge liegen.
Diese Abgrenzung beginnt haptisch. Anders als ein DualSense-Controller mit glatter Oberfläche liegt das Corsair-Pad fest in der Hand. Als angenehm erweist sich auch die samtige Kunststoff-Oberfläche – der einzige Punkt, wo das Omega weich wirkt.