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Nintendo Switch 2: Nach dem PlayStation-Disc-Aus gibt ein Analyst Entwarnung für physische Spiele
Während Sony und Microsoft künftig offenbar voll auf rein digitale Konsolen setzen, dürfte Nintendos Next-Gen der letzte sichere Hafen für Sammler bleiben.
Der Entscheidung von PlayStation, ab 2028 keine physischen Spiele mehr zu veröffentlichen, könnte laut Berichten auch Xbox mit Project Helix folgen. Und was ist mit Nintendo? Ein Analyst rechnet hier erst einmal nicht mit größeren Auswirkungen.
Mat Piscatella, Senior Director und Berater der Videospielbranche bei Circana, teilt gegenüber VGC mit, dass er irgendwann mit einer Abkehr von physischen Medien gerechnet habe.
"Es war unvermeidlich, dass es eines Tages passieren würde", sagte Piscatella. "Ich hätte nicht gedacht, dass die Ankündigung ausgerechnet heute kommt, aber hey, wir haben das Jahr 2026 und da passieren eben ständig unvorhergesehene Dinge."
"Die Verkäufe neuer physischer Videospiele sind seit den späten 2000er-Jahren jedes Jahr zurückgegangen. Vielleicht habt ihr die Grafik gesehen, die ich auf Bluesky mit den US-Daten für die letzten zwölf Monate bis Mai gepostet habe. Der physische Markt in den USA verzeichnete aufgrund der Nintendo Switch 2 zuletzt ein minimales Wachstum, aber das wird nicht von Dauer sein."
"Durch eine Kombination aus Kundenpräferenzen und strategischen Entscheidungen der Hersteller erleben wir nun, wie Sony das Ende der Produktion physischer Discs für Januar 2028 ankündigt", fügt er hinzu. "Dies wird zu geringeren Umsätzen mit Videospiel-Software im Einzelhandel führen (obwohl Publisher sicherlich weiterhin Codes in Boxen oder Special Editions in physischen Verpackungen im Handel verkaufen werden, solange es wirtschaftlich sinnvoll ist). Man kann mittlerweile getrost davon ausgehen, dass sowohl die PlayStation 6 als auch Project Helix reine Digital-Geräte sein werden."
Sollte es so kommen, wäre Nintendo der letzte Konsolenhersteller, der wahrscheinlich bis zum Ende des Lebenszyklus der Switch 2 in der aktuellen Generation physische Medien produziert. Piscatella rechnet indes nicht mit einer echten Marktveränderung, es habe eher psychologische Auswirkungen.
"Der Wandel des Marktes hat bereits stattgefunden", betont er. "Aber es fühlt sich zweifellos wie das Ende einer Ära für Videospiele an. Viele Spieler werden mit diesen Entscheidungen (berechtigterweise) sehr unglücklich sein. Physische Medien im Gaming-Bereich wird es jedoch nur so lange geben, wie die Konsolenhersteller es zulassen – und wir sind dem Ende nun einen Schritt näher gekommen. Es ist ein trauriger Tag in der Welt der Videospiele."
Seiner Ansicht nach wird Nintendo nicht einfach als Reaktion darauf ebenfalls damit aufhören, Softwarekarten zu produzieren – wenngleich er betont, dass nichts absolut sicher sei.
"Mein Bauchgefühl sagt mir, dass Nintendo einfach das tut, was Nintendo tun will. Ich glaube nicht, dass sie ihre Pläne in irgendeiner Weise davon abhängig machen, was Sony oder Microsoft tun. Nintendo wird einfach Nintendo bleiben, im Guten wie im Schlechten."