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Verkaufsgerüchte: Xbox-Chefin Sharma erteilt Verkauf eine Absage
Microsofts Spielesparte wird neu geordnet, Studios werden abgestoßen und Tausende Stellen gestrichen. Das nährte Gerüchte über eine Trennung vom Xbox-Geschäft. Xbox-Chefin Asha Sharma erteilt einem Verkauf nun eine klare Absage – lässt bei der künftigen Organisation aber Spielraum.
Microsoft will seine Spielesparte nicht abgeben. Das hat Xbox-Chefin Asha Sharma in einem Interview mit der New York Times unmissverständlich erklärt. „Xbox is not for sale“, lautet ihre kurze Antwort auf die Frage nach einem möglichen Verkauf. Der Konzern werde alles Nötige unternehmen, um die Sparte wieder auf Erfolgskurs zu bringen.
Dazu zählt Sharma neben den passenden Partnerschaften ausdrücklich auch das richtige Betriebsmodell. Welche organisatorische Form Xbox künftig innerhalb von Microsoft erhält, lässt sie damit offen. Zugleich betont die Managerin, Microsoft und Xbox hätten noch einen langen gemeinsamen Weg vor sich und würden langfristig denken.
Aus der Luft gegriffen waren die Verkaufsgerüchte nicht. The Information berichtete im Juni unter Berufung auf drei Personen mit direkter Kenntnis der Gespräche, dass Microsoft verschiedene Modelle für Xbox erwogen habe. Zur Debatte standen demnach eine Ausgliederung, ein Gemeinschaftsunternehmen mit externen Partnern und eine vollständig kontrollierte Tochtergesellschaft nach dem Vorbild von LinkedIn oder GitHub.
Eine eigenständigere Struktur hätte es Microsoft zugleich erleichtert, die gesamte Sparte oder Teile davon später zu verkaufen. Eine Entscheidung stand seinerzeit allerdings nicht unmittelbar bevor. ComputerBase hatte über die Überlegungen und die gefährdeten Studios bereits im Juni berichtet.
Nach neueren Informationen von The Information unterstützen Microsoft-Chef Satya Nadella und Finanzchefin Amy Hood inzwischen den von Sharma eingeleiteten Umbau. Das legt nahe, dass Microsoft vorerst auf einen Neustart unter eigenem Dach setzt.
Sanft fällt dieser Neustart nicht aus. Microsoft will im Geschäftsjahr 2027 bis zu 3.200 Stellen in der Spielesparte abbauen. Bei der jüngsten Runde entfielen weitere 268 Arbeitsplätze. Gleichzeitig werden Zuständigkeiten gebündelt: Activision übernimmt unter anderem Halo, Rare und World's Edge, während kleinere Studios verkauft, verselbstständigt oder geschlossen werden.
Compulsion Games, Double Fine und Undead Labs wurden bereits aus dem Konzern herausgelöst. Für Ninja Theory und Arkane Lyon ist die Zukunft weiterhin ungewiss.
Sharmas Absage beendet damit vorerst die Spekulationen über einen vollständigen Verkauf. Sie widerlegt jedoch nicht, dass Microsoft zuvor verschiedene Organisationsformen geprüft hat. Das Dementi setzt einen Punkt hinter eine Frage, hinter die der Konzern selbst ein Fragezeichen gesetzt hatte.