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Clair Obscur: Expedition 33: Warum Sandfall keine Angst vor den eigenen Fußstapfen hat
Nach dem gigantischen Award-Erfolg rechnet Game Director Guillaume Broche fest damit, dass das nächste Spiel floppen könnte – und bleibt völlig gelassen.
Guillaume Broche kennen wir alle als Director vom absolut erfolgreichen Clair Obscur: Expedition 33. Ihr wisst schon, die neue IP mit einem totgesagten Genre, die letztes Jahr plötzlich Spiel des Jahres wurde. Ein absolut gefeierter Titel, egal ob von den Spielern oder den Kritikern. Ein so monumentales Debüt müsste bei Entwickler Sandfall Interactive doch zu weichen Knien durch Leistungsdruck führen, oder?
Nein, genau das ist laut Broche nicht der Fall. Statt ohnmächtig auf die Knie zu fallen, geht das Team motiviert und ohne große Sorgen in die Zukunft. Ob das neue Spiel in die Fußstapfen von Expedition 33 treten kann, ist für das Studio nicht wichtig. Broche hält es sogar für sehr realistisch, dass der nächste Titel den Erfolg von Expedition 33 nicht erreicht - und das ist okay.
In einer neuen Folge von Konbinis Video Game Club auf YouTube erklärt Broche genau, was der Erfolg von Clair Obscur für das Team und ihre weitere Arbeit bedeutet.
Bereits bei Expedition 33 ging es Sandfall nicht darum, einen Hit zu produzieren. Sie hatten nicht den Anspruch, es "irgendjemandem recht zu machen". Genau dieser Ansatz führte zum Erfolg.
Auch beim nächsten Spiel wird das Studio "einige drastische Entscheidungen treffen, und vielleicht gefällt das den Leuten nicht. So ist das Leben. Ob die Leute uns folgen oder nicht, ist ihre Entscheidung. Aber so sehen wir die Zukunft."
"Ich denke, das ist die gesunde Herangehensweise – zumindest, wenn wir nicht unter dem Druck zerbrechen wollen", sagt er. Eine wirklich kluge Einstellung. Denn Perfektionismus und Leistungsdruck können extrem belastend sein, ohne das Ergebnis wirklich zu verbessern. Es ist besser, Liebe und Leidenschaft in ein Projekt zu stecken, anstatt sich in äußerem Druck zu verlieren und die Leidenschaft für das Projekt dadurch völlig zu begraben.
"Natürlich, wenn wir null Exemplare verkaufen, bekommen wir trotzdem Probleme. Aber normalerweise wird alles gut gehen", sagt Broche. Ein gesundes Vertrauen, das er seinem Team da entgegenbringt. Wir bleiben gespannt.
Mit Clair Obscur: Expedition 33 bewies Guillaume Broche, dass rundenbasierte Rollenspiele im modernen Gewand (inspiriert von Final Fantasy und Persona) gepaart mit Echtzeit-Reaktionselementen auch im AAA-Segment ein Millionenpublikum begeistern können.