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Onimusha: Way of the Sword im Test
von Oliver Posselt
3. Okt. 2026 |
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Wer sich für Samurai-Spiele interessiert und zu dem älteren Semester gehört, der kent die Onimusha-Serie. Diese hat Capcom mit Way of the Sword nun wieder hervorgeholt und einen neuen Anstrich verpasst. Ich bin nun eine Weile im Kyoto von Onimusha unterwegs gewesen und habe mir ein Bild zum Spiel machen können.
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Ihr spielt Miyamoto Musashi, der bei einem Duell mit seinem Rivalen Ganryu von den Genma überfallen wird. Das sind nicht wirklich appetitlich aussehende Dämonen. Nach seinem Tod kehrt er mit einem Oni-Handschuh zurück, der die Seelen besiegter Gegner aufnimmt. Das ist gewissermaßen der Einstieg in die Geschichte rund um ein von Dämonen befallenes Kyoto. Vorkenntnisse der älteren Onimusha-Spiele braucht ihr dafür nicht, denn Way of the Sword funktioniert als eigenständiger Titel.
Unser Protagonist kommt mit dem Verlust seines Lebens erstaunlich gut zurecht. Obendrein ist er ein guter Schwertkämpfer, der sofort jede Aufgabe mit einem freundlichen Nicken annimmt. Er meckert rum, hadert mit den Fähigkeiten des Handschuhs und hilft dann meistens doch. Bisschen wankelmütig der Gute. Besonders das Zusammenspiel mit Shizuka, deren Geist im Handschuh steckt, gibt ihm mehr Charakter, als ich nach der recht einfachen Ausgangslage erwartet hatte. Die Geschichte nimmt ihre Figuren ernst, erlaubt sich zwischendurch aber auch den nötigen Unsinn und Spaß. Das passt zu Onimusha besser als ein dauerhaft grimmiges Samurai-Gemetzel.
Das Kampfsystem wirkt anfangs übersichtlich. Leichte und schwere Angriffe, ausweichen, blocken und gegnerische Schläge abwehren. Die ersten gewöhnlichen Genma fallen zudem recht schnell um. Ich hatte anfangs die Sorge, dass Capcom daraus vor allem ein hübsch inszeniertes Gemetzel macht. Sobald die Gegner mehr verlangen, zeigt sich aber, dass man sich doch etwas anstrengen muss.
So ist es beispielsweise manchmal eher nützlich zu parieren als auszuweichen. Ersteres bringt den Gegner nämlich aus dem Tritt und greift seine Ausdauer an. Die ist auch in Onimusha ein wichtiges Gut, denn ist sie aufgebraucht, kann Musashi mit einem besonders heftigen Treffer nachsetzen. Wer einen gegnerischen Angriff mit passendem Timing kontert, wird obendrein mit einem mächtigen Gegenschlag belohnt. Das Zeitfenster ist knapp aber nicht zu schmal. Geht der Versuch daneben, kassiert man selbst den Treffer. Klassiker.
Später kommen weitere Fähigkeiten und Oni-Waffen hinzu. Die erweitern eure Möglichkeiten, ohne den Kern der Kämpfe komplett ad absurdum zu führen. Man muss hier keine ewig lange Button-Kombination auswendig lernen. Wichtiger ist, die Angriffe zu lesen und im richtigen Moment das passende Werkzeug aus dem Repertoire auszusuchen. Das Spiel fühlt sich grundsätzlich nicht wie ein Soulslike an. Es fordert gutes Timing, lässt euch aber wirklich flexibel und auch halbwegs offensiv durch das Spiel schneiden.
Die Bosskämpfe sind für einer der Höhepunkte. Hier reicht es nicht, immer dieselbe Abfolge abzuspulen. Manche Angriffe solltet ihr abwehren, anderen besser ausweichen. Nach ein paar Fehlversuchen erkennt man Muster, reagiert sauberer und erwischt irgendwann genau den richtigen Moment für einen Konter. Die Lernkurve ist da und es nicht ganz so demotivierend wie man es etwa von härteren Titeln von FromSoftware gewohnt ist.
Abseits der Duelle ist Way of the Sword kein durchgehender Marsch von einem Schauplatz zum nächsten. Kyoto dient als erkundbares Zentrum, dazu kommen stärker geführte Abschnitte und Nebenaufgaben. Die Geschichte profitiert davon ein bisschen. Es gibt interessante Figuren, kleine Erzählungen und Details zur japanischen Mythologie zu entdecken. Wer sich darauf ei