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Merz: Ukraine-Hilfen "notwendig für die Stabilität Europas"
Kanzler Merz hat bei seinem Besuch in Kiew erneut Russland zu einem Ende des Krieges aufgefordert. Im Bericht aus Berlin sagte er, für die Stabilität Europas seien weitere Hilfen für die Ukraine wichtig - genau wie eine zuverlässige Bundesregierung.
Bundeskanzler Friedrich Merz hat bei seinem Besuch in der Ukraine weitere Hilfen für das Land zugesagt. Zu Begründung sagte er im Bericht aus Berlin, diese Unterstützung sei "notwendig für die gesamte politische Stabilität Europas. Und daran müssten wir Deutsche eigentlich das größte Interesse haben."
Denn Russland führe nicht nur Krieg gegen die Ukraine, sondern gegen Europa und auch gegen Deutschland. Der Drohnenvorfall am 4. August "war ein bewaffneter Angriff auf den Flughafen von Leipzig ausschließlich von Russland kommend", sagte Merz.
Sein heutiger Besuch habe ihm erneut gezeigt, wie sinnlos und brutal der russische Angriffskrieg sei. "An einem friedlichen Sonntag wird hier mitten während meines Besuches eine Brücke bombardiert in Kiew und eine Woche vorher die Akademie der Wissenschaften." Erneut rief der den russischen Machthaber Wladimir Putin auf, die Kämpfe einzustellen.
Der Bundeskanzler war am Morgen mit dem Zug in der ukrainischen Hauptstadt eingetroffen.
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Merz hatte am Nachmittag "sehr konkrete Hilfen" für die Ukraine angekündigt. Unter den Militärhilfen von rund einer Milliarde Euro sind Mittel für die Abwehr schneller russischer Jet-Drohnen sowie für Satellitentechnik und Abwehrraketen. Weitere 350 Millionen Euro sind demnach für Infrastruktur und Energie vorgesehen.
Davon sollen auch deutsche Unternehmen profitieren. Auch deshalb wurde Merz von Wirtschaftsministerin Katherina Reiche und einer Unternehmer-Delegation begleitet. Insgesamt wurden laut Merz Vereinbarungen im Wert von mehr als sechs Milliarden Euro getroffen.
Unter anderem vereinbarte das ukrainische Verteidigungsministerium mit der Firma Diehl die Lieferung von Tausenden Iris-T-Abwehrraketen, teilte die ukrainische Regierung mit. Mit der Firma Hensoldt sei ein Vertrag über Satellitentechnik vereinbart worden. Die Firma Quantum soll Abfang-Drohnen für die schnellen russischen Jet-Drohnen weiterentwickeln und produzieren.
Es gehe aber auch um den Wiederaufbau der Energieinfrastruktur, die von Russland vor dem Winter gezielt zerstört wird. Darunter leiden vor allem Zivilisten, die ohne Heizung und Strom auskommen müssen. Es sei ein gegenseitiges Geben und Nehmen, betonte Merz, denn auch Deutschland könne vom ukrainischen Know-How profitieren.
Gelingt es der Ukraine, den russischen Vorsprung bei Hochgeschwindigkeitsdrohnen aufzuholen?
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