// GAMESTAR — GAMING
»Taipei GTA« - »Mit 200 KIs entwickelt«: Solo-Entwickler bringt GTA-Klon nach Taiwan und in den Browser
»Taipei GTA« läuft direkt im Browser und bildet Taipeh als Open-World-Spiel nach. Dahinter steckt primär KI-Entwicklung. (© Rockstar Games, aicodewithme)
Am 28. September 2026 hat ein Entwickler unter dem Namen »aicodewithme« auf Threads ein im Browser spielbares Projekt gezeigt, das sich offensichtlich ziemlich stark an Grand Theft Auto orientiert.
Mit »Taipei GTA« lässt euch der Entwickler in einer frei begehbaren Version von Taipeh herumlaufen und inzwischen satte 93 Missionen durchspielen. Die Krux: Statt klassischer Entwicklerarbeit nutzte »aicodewithme« eigenen Angaben zufolge mehr als 10.000 US-Dollar an Tokens.
9:25
Naturkatastrophen, Stadtteile & Tierwelt: So LEBENDIG wird die Open World von GTA 6!
Die KI ersetzte dabei gleich ein ganzes Coding-Team. Laut einem Interview mit dem taiwanischen Sender Mirror TV arbeitete aicodewithme neben seinem Beruf rund einen Monat lang nach Feierabend täglich fünf bis sechs Stunden an dem Spiel – unterstützt von einem »Heer aus 200 KIs«, die zunächst Straßeninformationen sammelten und später an der Entwicklung mitwirkten.
Kniffliger wurde es nach seiner Schilderung dort, wo sich die Ergebnisse der einzelnen KIs widersprachen: Dann habe er schlichten oder vermitteln müssen.
Welche KI welchen Teil für Taipei GTA geliefert hat, ist indes nicht aufgeschlüsselt. Laut ComputerBase gilt das bereits für die eingesetzten Modelle; auch die Zahl 200 ist eine Selbstauskunft ohne weitere Angaben. Eine Aufschlüsselung der Token-Kosten hat der Entwickler bislang ebenso nicht veröffentlicht.
Als Grund für den freien Zugang nennt der Entwickler gegenüber Mirror TV, er wolle Taiwan mehr Menschen näherbringen – und alle, ob in Taiwan oder im Ausland, an glückliche Zeiten mit der Familie dort erinnern.
Weniger Großmutter, mehr Detailgrad: GTA 6 will im November keine Kompromisse machen
Vom taiwanischen Portal 4Gamers stammt indes ein Anspieltest, der einige auffällige technische Macken zum Vorschein bringt. So waren auf Audioebene teils deutliche Knacksgeräusche zu hören, während bei hohen Grafikeinstellungen die Ladezeiten ungewöhnlich lange anhielten.