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GMK TriggerKey im Test: Das „Analog-Upgrade“ für Mecha-Taster ist echt speziell
Wann mechanische Taster auslösen, ist fest vorgegeben, solange keine analoge Technik (Hall Effect, TMR) zum Einsatz kommt. Von GMK gibt es mit den „TriggerKeys“ jetzt eine Option, MX-Taster auf „analogere Taster“ umzurüsten – und das quasi ohne Werkzeug. Was für ein Traum! Oder? Wir haben uns das Wunderwerk näher angeschaut.
Die TriggerKeys vom deutschen Hersteller GMK aus Wernberg-Köblitz im Oberpfälzer Wald versprechen ein quasi-mythisches Wunderwerk: Präzision und Ergonomie neu definieren will das System mittels eines Hebelsystems, von dem „kompetitive Spieler, Tastatur-Enthusiasten und Creators“ durch „voll einstellbare Auslösepunkte“ profitieren sollen. Gleichzeitig lässt sich die Taste um bis zu 34 Grad neigen. Komfort und Performance sollen so erhöht werden, gerade bei längerem Einsatz. Aber gelingt das auch? Und lohnt sich das Upgrade-Kit am Ende wirklich? Der Test liefert die Antworten.
Der TriggerKey ist ein rein mechanisches System und besteht eigentlich „nur“ aus zwei Aufsätzen für den Stempel der mechanischen Taster, der in drei Höhen beigelegten ‚Stem Cap‘ sowie ihrem Gehäuse. Kompatibel sind prinzipiell Modelle in MX-Bauform; eine ungefähre Orientierung gibt der Hersteller über eine Kompatibilitätsliste (PDF). Der Aufsatz aus POM-Gehäuse und ABS-Cap wird auf die Tastenkappe gesteckt und, sollte er nicht sofort einrasten, mit einem Werkzeug kurz heruntergedrückt. Fertig? Noch nicht ganz.
In einem zweiten Schritt muss der TriggerKey eingestellt werden. Dazu gibt es zwei Stellschrauben und ein Hilfsmittel. In einem ersten Schritt gilt es, die Grundhöhe des TriggerKeys und damit den initialen Neigungswinkel der Kappe anzupassen, das heißt die aus ABS-Kunststoff gefertigte Oberfläche in die Horizontale zu bringen. Neben der Stellmöglichkeit können dazu auch die Stem Caps für die Stempel genutzt werden.
Darüber hinaus kann über die zweite Schraube der Auslösepunkt gewählt werden. Das ist zwischen „0,1“ Millimetern und etwa dem originalen Signalpunkt möglich. Warum erklärt sich aus der Konstruktion: Der TriggerKey spannt bei Verkürzung des Auslösepunktes die Feder des Tasters vor. Der maximale Hub bleibt durch die Kippbewegung des Aufsatzes zwar bei 4 Millimetern, später auslösen als der verbaute Taster kann der TriggerKey aber nicht. Idealerweise wird es also auf Tastern eingesetzt, die einen normalen Auslösepunkt bei einem Hub von 1,8 oder 2 Millimetern besitzen.
Dass das System keines ist, das schnelles Umstellen der Signalpunkte ermöglicht, liegt auf der Hand. Aber auch das Einstellen will mit Bedacht erfolgen. Denn alle vier Tasten müssen gleich angepasst werden. Um das zu erleichtern, hat das Werkzeug einen Markierungsstrich. Es muss aber auch gleich aufgesetzt werden. Einstellen erfolgt nach Auge und Gefühl. Vor allem bei sehr frühem Signalpunkt muss feinjustiert werden, da es ansonsten zu ungewollten Dauereingaben nach dem ersten Auslösen kommt.
Zur Warnung mahnt auch die Beschreibung. TriggerKeys seien für Menschen, die ihre Tastatur auch als Kunstobjekt sehen würden. Kreativschaffende sollen, so die Versprechung, ihre Arbeitsprozesse mit Makros und Co. optimieren können. Eigene Software-Features bietet der TriggerKey aber nicht.
Im Trailer wird sogar ein Rennspiel gezeigt und quasi suggeriert, das Gaspedal lasse sich fein analog dosieren. Doch das ist nur dann möglich, wenn mit der Frequenz von Auslösungen gespielt wird, nicht aber echt analog. Derlei wirkt, wie der Hinweis auf leichte Wartung, ein wenig verzweifelt.
Wo das System an harte Grenzen stößt, ist bei der tatsächlichen Betätigung. Das liegt daran, dass der Taster nicht mehr gleichmäßig eingedrückt wird – schließlich ist nun eine Seite der Oberfläche in der Höhe fixiert. Die Oberseite klappt dadurch je nach Ausrichtung entweder nach vorne oder hinten und erzeugt eine schräge Fläche.
Wie sich das anfühlt, fragt ihr euch? Unnatürlich, vor allem da umliegende Tastenkappen nach wie vor in den Niederungen der Normalität verharren. Es hat schon e