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Dienstag: Angriff auf Informationsfreiheit, Microsoft baut Spiele-Sparte Xbox um
Kritik an IFG-Reform + Microsoft bestätigt Entlassungen + China verschärft KI-Regeln + Broadcom beliefert weiter Apple + Geheimdienstbericht in Kanada
Die geplanten drastischen Einschnitte im Informationsfreiheitsgesetz des Bundes stoßen auf erbitterten Widerstand der Kontrollbehörden von Bund und Ländern. Statt des im Koalitionsvertrag versprochenen Mehrwerts droht laut der Konferenz der Informationsfreiheitsbeauftragten eine Rolle rückwärts in die Zeit vor über zwanzig Jahren. Microsoft will massiv Stellen abbauen und bestätigt nun entsprechende Pläne. Besonders schwer trifft es die Spiele-Sparte Xbox. Und in China reagieren ByteDance und Alibaba auf die verschärften Regeln für menschenähnliche KI-Agenten – die wichtigsten Meldungen im kurzen Überblick.
Nach Plänen der schwarz-roten Koalition sollen die Hürden für den Informationszugang im Bund drastisch angehoben werden. Künftig soll ein Auskunftsanspruch von einem „berechtigten Interesse“ abhängen. Damit würde das bisherige Prinzip des Informationsfreiheitsgesetzes (IFG) auf den Kopf gestellt. Antragsberechtigt sollen allein in Deutschland lebende deutsche Staatsbürger oder EU-Bürger sein – bei steigenden Gebühren. Der geplante Kahlschlag stößt jedoch auf heftige Kritik. Die Konferenz der Informationsfreiheitsbeauftragten (IFK) weist das Vorhaben der Bundesregierung in einer Stellungnahme mit aller Deutlichkeit zurück. Angriff auf Infofreiheit: Transparenzbeauftragte wehren sich gegen IFG-Reform
Nun ist es amtlich: Am Montag bestätigte der US-Konzern Microsoft bereits im Vorfeld bekannt gewordene Pläne für Stellenstreichungen. Demnach sollen 3.200 Jobs bei Xbox sowie weitere 3.200 Stellen im Geschäftskundenvertrieb wegfallen. Damit ist 2026 bereits das dritte Jahr, in dem der Konzern zum Ende des Geschäftsjahres im Sommer Beschäftigte entlässt, um für mehr Investitionen in KI Kosten zu sparen. Der Kahlschlag trifft besonders die Gaming-Sparte Xbox, die etwa ein Fünftel der Belegschaft verliert. Studioschließungen soll es zwar nicht geben, aber einige der Firmen sollen verkauft werden. Microsoft bestätigt Entlassungen und Studio-Verkauf bei Xbox
KI-Chatbots können Nähe, Verständnis und Verbindlichkeit simulieren und neigen zugleich zu übermäßig bestätigendem Verhalten. Dadurch können sie problematische Annahmen oder fragile emotionale Zustände verstärken, statt ihnen zu widersprechen oder Nutzer zuverlässig an menschliche Hilfe zu verweisen. Kurz bevor in China neue, verschärfte Regeln für menschenähnliche KI-Begleiter in Kraft treten, haben ByteDance und Alibaba nun Funktionen aus ihrem KI-Angebot entfernt, mit denen Nutzer KI-Begleiter, fiktive Charaktere oder persönliche Assistenten mit festgelegtem Auftreten und Sprechstil erstellen konnten. China verschärft KI-Regeln: ByteDance und Alibaba entfernen menschenähnliche KI
Der iPhone-Hersteller Apple setzt bei seinen Prozessoren vor allem auf den taiwanesischen Auftragsfertiger TSMC. Der weltweite KI-Boom hat zuletzt die Nachfrage nach leistungsstarken Prozessoren erhöht und zu Lieferengpässen geführt. Viele Tech-Konzerne versuchen daher, ihre Lieferketten zu diversifizieren, um nicht von einem einzigen Hersteller abhängig zu sein. So auch Apple. Bereits im Jahr 2023 hat der Konzern mit Chiphersteller Broadcom eine milliardenschwere Vereinbarung über die Entwicklung und Fertigung von 5G-Hochfrequenzkomponenten geschlossen. Durch eine neue Vereinbarung bis ins Jahr 2031 bleibt Broadcom ein wichtiger Zulieferer von Apple. Beide Unternehmen erhalten dadurch Planungssicherheit. Deal über fünf Jahre: Broadcom liefert weiter Chips an Apple
Dass Geheimdienste Cyberangriffe auf Gegner verüben, ist nicht ungewöhnlich; allerdings werden solche Operationen selten öffentlich gemacht. Der kanadische Nachrichtendienst CSE (Communications Security Establishment) gibt in seinem Jahresbericht einen seltenen Einblick in sein Vorgehen. Demnach hat die dem kanadischen Verteidigungsministerium unterstellte Behörde im vergangenen Jahr ein