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Verbraucherpolitiker kritisieren Schufa wegen mangelnder Transparenz
Erst bewarb die Schufa ihren neuen Score mit Transparenz, dann kamen durch NDR- und SZ-Recherchen weitere Bewertungsscores ans Licht. Linke, Grüne, SPD und Union üben Kritik und fordern Antworten. Nur die AfD sieht kein Problem.
Es war ein großes Versprechen, das die Schufa-Chefin den Verbraucherinnen und Verbrauchern im März dieses Jahres gegeben hatte: "Wir haben den weltweit ersten vollständig transparenten Score für Kreditwürdigkeitsprüfung geschaffen", sagte Tanja Birkholz in einem Firmenvideo, das noch heute online ist.
Dieser neue Score, so vermittelte zumindest die Schufa-Werbekampagne, sollte alle bisherigen, ganz unterschiedlichen Verbraucherbewertungen ablösen, bei denen niemand wirklich verstehen konnte, wie sie zustande kamen.
Exklusiv
30.09.2026
Vollkommen transparent, verständlich und nachvollziehbar: So sollte der neue Schufa-Score sein.
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Künftig also nur noch ein Score? So habe man das nie gemeint, sagt inzwischen Deutschlands mächtigste Wirtschaftsauskunftei. Es gebe auch in Zukunft verschiedene Scores und kompliziertere Verfahren. Alles andere sei ein Missverständnis.
Christin Willnat, verbraucherpolitische Sprecherin der Linkspartei im Bundestag, will das nicht so stehen lassen. "Nein, es ist kein Missverständnis. Auf ihrer eigenen Internetseite schreibt die Schufa selbst: 'Ein Score, 12 statt 100 Kriterien.'" Das heiße für Verbraucherinnen und Verbraucher, "dass es quasi nur einen Score gibt und nicht mehrere".
Dass die Schufa die Öffentlichkeit in Sachen Transparenz getäuscht habe, ist für die Linken-Abgeordnete ein Grund, die private Wirtschaftsauskunftei, eine Aktiengesellschaft, grundsätzlich infrage zu stellen: "Wir wollen eine staatliche Stelle mit klaren gesetzlichen Regeln und demokratischer Kontrolle, mit Transparenz und einem vernünftigen Datenschutz."
Der Schufa drohen im Zusammenhang mit der sogenannten Schattendatenbank nun auch rechtliche Konsequenzen.
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Was die Schufa jetzt sage, überzeuge sie nicht, sagt auch die Verbraucherpolitikerin Susanne Hierl von der CDU/CSU-Fraktion. Das Unternehmen sollte erklären, "wie seine frühere ausdrückliche Ankündigung eines einzigen Scores mit den fortbestehenden zusätzlichen Bewertungsmodellen vereinbar sei".