// GAMESTAR — GAMING
Jahrhundert-Deal - Star Trek, Herr der Ringe und Harry Potter gehören jetzt alle demselben Unternehmen, denn Paramount kauft Warner Bros. für 110 Milliarden Dollar – wie geht es weiter?
Der Deal zwischen Paramount und Warner Bros. ist jetzt offiziell. Bildquelle: Warner Bros./Paramount
Erst hieß es, Netflix übernimmt Warner Bros. Freudig verschickte der Streaming-Dienst bereits Info-E-Mails an seine Kunden. Dann riss Paramount das Ruder noch einmal herum und landet jetzt tatsächlich den Deal des Jahres: 110 Milliarden(!) US-Dollar gibt Paramount für die Fusion mit Warner Bros. aus.
Das riesige Unternehmen läuft dann unter dem Namen »Skydance« weiter. Somit gehören nicht nur große Marken wie Star Trek, Harry Potter, DC, Herr der Ringe jetzt alle zum selben Unternehmen, sondern auch viele bekannte Sender wie Nickelodeon, Adult Swim, Comedy Central, CNN und CBS News.
Im Verhandlungsprozess hat Paramount einigen großen Versprechen zugestimmt, die einen gewissen Druck auf das frische Unternehmen ausüben. So muss Skydance in den ersten zwei Jahren mindestens 30 Filme produzieren, im dritten sogar 32.
Sollte das nicht passieren, zahlt das Unternehmen für jedes versäumte Projekt eine Strafe von 30 Millionen Dollar. 50 Prozent davon gehen an die Gesundheits- und Rentenfonds der Produktionsgewerkschaften, 40 an den Motion Picture & Television Fund und 10 davon bekommt ein Fonds der National Association of Attorneys General (via Fortune). Wenn also zum Beispiel nur 25 Streifen auf der Leinwand landen, wäre das ein Verlust von 150 Millionen Dollar, der auf die Parteien aufgeteilt wird (via Tagesschau).
Laut dem neuen Co-CEO und ehemaligen Mattel-Chef Ynon Kreiz plane man alle Studios weiterhin kreativ unabhängig zu halten, »sodass jedes Studio sein eigenes Programm, seine eigenen Beziehungen und seine eigenen Möglichkeiten hat« (via The Hollywood Reporter).
2:07
DC gehört auch zu den Marken, die jetzt Teil von Skydance sind
Man einigte sich ebenfalls darauf, dass die Nachrichtensender CNN und CBS News weiterhin redaktionell voneinander getrennt bleiben. Ebenfalls zunächst noch getrennt voneinander laufen die Streaming-Dienste Paramount Plus und HBO Max.
Skydance-CEO David Ellison gab jedoch bereits an, dass der Langzeitplan darin besteht, die beiden Plattformen in eine einzige zu verwandeln (via Deadline). Wie die dann genau heißt und wie viel wir dann für ein Abo bezahlen, bleibt abzuwarten. Allzu günstig wird es mit der riesigen Auswahl an großen Universen aber wohl nicht werden.
Für viele Filmschaffende ist dies eine niederschmetternde Nachricht. Bereits im April 2026 sprachen sich viele von ihnen in einem offenen Brief gegen die Verschmelzung aus. Mit dem Deal gehen nämlich Sparmaßnahmen einher, die viele Kreativen den Job kosten werden.