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Mistral stellt neues großes Sprachmodell vor
(C) unter Verwendung eines Motivs von Andrei Suslov / 123RF.com
Das französische KI-Unternehmen Mistral hat sein neues Spitzenmodell Large 4 mit 1,05 Billionen Parametern vorgestellt.
Nach eigener Aussage hat Large 4 in den für viele Kunden ausschlaggebenden Bereichen – etwa in der Cybersicherheit – aufgeholt und wieder Anschluss an die Weltspitze gefunden. Auch die agentischen Fähigkeiten sollen sich verbessert haben. Das Modell kann nun über Stunden an einer Aufgabe arbeiten, für die Menschen Tage bräuchten. Zudem ist das Modell nun multimodal und verarbeitet neben Texten auch Bilder. Mit Blick auf die Architektur handelt es sich um ein Mixture-of-Experts-Modell (MoE), das 49 Milliarden Parameter gleichzeitig aktiviert, wodurch der Rechenaufwand begrenzt bleibt. Das Kontextfenster fasst eine Million Token.
Der unabhängige Intelligence Index von Artificial Analysis weist für das neue Modell einen Wert von 38 aus. Damit ist es das stärkste Open-Weights-Modell Europas und der USA. Allerdings erreichen die chinesischen Modelle MiMo-V2.6-Pro, GLM-5.3 und Kimi K3 Punktzahlen zwischen 44 und 46. Den absoluten Bestwert hält das geschlossene Modell Cloud Opus 5.5 mit 58 Punkten.
Beim AutomationBench erreicht Large 4 einen AA-Score von knapp 60 Prozent. Damit liegt es vor DeepSeek V4 Pro und Qwen3.8, aber knapp hinter Kimi K3 und GLM-5.3. Im TerminalBench werden 28 Prozent erreicht, was zwar rund doppelt so viel ist wie bei DeepSeek V4 Pro,aber auch noch weit entfernt von den 42 Prozent, auf die es GLM-5.3 bringt. Im DeepSWE-1.1-Benchmark ordnet sich Large 4 zwischen GLM-5.3 und Kimi K3 ein. Besonders brilliert das neue Modell auf dem Gebiet der Cybersicherheit: Im CyberGym-E2E erreicht es mit 82 Prozent behobener realer Schwachstellen in Open-Source-Software einen Spitzenplatz, und im Cyber Index teilt es sich mit 50 Punkten den Spitzenplatz mit GLM-5.3 Flash.
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