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Sorgen um Geld: Frauen fühlen sich finanziell unsicherer
Fast die Hälfte aller Frauen in Deutschland macht sich Sorgen um ihre finanzielle Zukunft. Ein wichtiger Grund: Vielen Frauen fehlt das Geld, um überhaupt vorsorgen zu können.
Frauen fühlen sich bei ihrer finanziellen Absicherung im Alter häufiger unsicher als Männer. Das geht aus einer repräsentativen Online-Umfrage im Auftrag des unabhängigen Geldratgebers Finanztip hervor.
Demzufolge machen sich 47 Prozent der Frauen große oder sehr große Sorgen um ihre Altersvorsorge. Bei den Männern sind es 35 Prozent. Besonders groß ist die Unsicherheit bei jungen Frauen: Nur 37 Prozent der 18- bis 29-Jährigen fühlen sich sicher, wenn es um die persönlichen Finanzen geht - bei den gleichaltrigen Männern sind es 55 Prozent.
Dabei spielt häufig auch die aktuelle Lebenssituation eine Rolle: Vielen Frauen fehlt schlicht der finanzielle Spielraum, um mehr vorzusorgen. Knapp 45 Prozent nennen fehlendes Geld als größte Hürde. Gut jede vierte Frau (26 Prozent) hat nach den regelmäßigen Ausgaben monatlich weniger als 50 Euro oder gar nichts zum Sparen, Anlegen oder Zurücklegen übrig.
Bei den Männern geben 36 Prozent an, wegen eines zu geringen finanziellen Spielraums derzeit nicht mehr für ihre Zukunft tun zu können. 17 Prozent haben monatlich weniger als 50 Euro oder gar nichts zum Sparen übrig.
Bei Finanzen stehen Frauen oft schlechter da als Männer, etwa wegen ungleicher Bezahlung und Teilzeitarbeit.
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Für die schlechtere finanzielle Situation von Frauen gibt es unterschiedliche Gründe. Als wichtigste Faktoren für ihre finanzielle Situation nennen Frauen in der Umfrage steigende Lebenshaltungskosten (51 Prozent), ein zu geringes Einkommen (36 Prozent) sowie Schulden und Kredite (22 Prozent). Auch die Arbeitszeit wirkt sich aus: 15 Prozent der Frauen sehen Teilzeit oder eine reduzierte Arbeitszeit als Einflussfaktor. Bei den Männern sind es lediglich sieben Prozent.
Dass Frauen Teilzeitarbeit deutlich häufiger nennen, liegt daran, dass sie häufiger in Teilzeit arbeiten, wie der Gender Hours Gap zeigt, der vom Statistischen Bundesamt veröffentlicht wird. Während Männer 2025 über alle Beschäftigungsverhältnisse hinweg durchschnittlich gut 34 Stunden pro Woche einer bezahlten Arbeit nachgingen, waren es bei Frauen knapp 28 Stunden pro Woche.
Damit brachten Frauen 2025 18 Prozent weniger Zeit für bezahlte Arbeit auf als Männer. Und gleichzeitig leisten Frauen im Jahr 72 Milliarden Stunden unbezahlte Care-Arbeit in Deutschland, wie aus einer Studie im Auftrag des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend hervorgeht.
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