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Uber bremst Uber-Eats-Expansion in Europa
Uber legt seine Europa-Offensive bei Uber Eats auf Eis. Dahinter dürften auch Ubers Übernahmepläne für den deutschen Lieferkonzern Delivery Hero stehen.
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Uber stoppt die Expansion seines Essenslieferdiensts in Europa. Im Frühjahr startete Uber Eats in Dänemark und Finnland und bis Jahresende waren weitere Markteintritte in Griechenland, Norwegen, Österreich, Rumänien und Tschechien geplant.
Diese Pläne liegen nun auf Eis: Uber bestätigte der Financial Times, die Ausweitung auszusetzen und sich stattdessen auf die Weiterentwicklung der bestehenden Märkte zu konzentrieren. Die sieben Länder umfassende Europa-Expansion wurde erst im Februar angekündigt.
Der Kurswechsel hängt wohl mit Ubers anhaltenden Übernahmeplänen für Delivery Hero zusammen. Eine Branchenquelle sagte der Financial Times, der Schritt könne eine regulatorische Prüfung erleichtern.
Der Grund: Jeder zusätzliche Markteintritt in Europa hätte die Zahl der Länder erhöht, in denen beide Unternehmen direkt um Restaurants, Kuriere und Kunden konkurrieren und damit eine spätere Prüfung komplizierter gemacht. In allen fünf betroffenen Märkten ist Delivery Hero bereits mit eigenen Marken vertreten: mit Foodora in Österreich, Norwegen und Tschechien, mit Efood in Griechenland und mit Glovo in Rumänien.
Uber hatte im Mai zweimal versucht, Delivery Hero zu übernehmen. Beide Angebote wurden abgelehnt. Uber, das damals rund 25 Prozent an Delivery Hero hielt, baute seine Beteiligung kurz darauf durch den Erwerb eines Aktienpakets des damals drittgrößten Anteilseigners Aspex Management auf knapp 37 Prozent aus. Die Transaktion bewertete Delivery Hero mit mehr als 12 Milliarden Euro.
Neben regulatorischen Hürden könnte auch der niederländische Tech-Investor Prosus eine vollständige Übernahme weiter erschweren. Prosus ist nach Uber der größte Anteilseigner von Delivery Hero und prüft laut Financial Times, seine Beteiligung zeitweise wieder auszubauen, um eine Übernahme durch Uber zu verhindern oder die eigene Verhandlungsposition zu stärken. Zusätzliche Unsicherheit bringt außerdem das Interesse weiterer möglicher Bieter. So soll das saudi-arabische Quick-Commerce-Unternehmen Ninja ein Angebot für Teile des Nahostgeschäfts von Delivery Hero prüfen. Ein Verkauf einzelner Sparten könnte Ubers Plan erschweren, den Konzern als Ganzes zu übernehmen.
Delivery Hero hat seinen Sitz in Berlin, ist in rund 65 Ländern aktiv und zählt mit Marken wie Talabat, Foodpanda und Glovo zu den größten Lieferplattformen der Welt. Eine Übernahme durch Uber würde in die laufende Konsolidierung im Liefermarkt passen: Der Wolt-Eigentümer DoorDash baute seine internationale Präsenz 2025 mit der Übernahme von Deliveroo aus, im selben Jahr übernahm Prosus Just Eat Takeaway.
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