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Xbox: Nach ZeniMax-Kürzungen stehen Fallout, The Elder Scrolls, Quake und andere große Marken im Fokus
Bethesda-Studios sind massiv vom Stellenabbau betroffen, während sich der Tech-Riese künftig nur noch auf fünf Kernmarken konzentrieren will.
Nach wochenlangen Gerüchten und Spekulationen haben Microsoft und Xbox heute angekündigt, dass bis zum Ende des Geschäftsjahres 2027 rund 3.200 Stellen gestrichen werden; dabei sollen sich bestimmte Studios von Microsoft lösen, um neue Eigentümer zu finden oder unabhängig zu werden. Während immer mehr Einzelheiten bekannt werden, hat sich zudem herausgestellt, dass auch ZeniMax Media und Bethesda Softworks von Kürzungen betroffen sind – wenngleich keine Studios geschlossen werden. Darüber hinaus gibt es neue Pläne für die künftige Ausrichtung ihrer wichtigsten Marken.
Jason Schreier und Brody Ford von Bloomberg haben die aktuellen Entwicklungen bei Xbox erläutert. Auch wenn wir noch auf weitere Einzelheiten und Stellungnahmen warten, ist ein Aspekt des Bloomberg-Berichts besonders hervorzuheben: „ZeniMax steht vor einer umfassenden Umstrukturierung und wird sich künftig auf seine wichtigsten Marken konzentrieren: Fallout, The Elder Scrolls, Doom, Quake und Wolfenstein.“ Schreier ergänzte zudem, dass die zu ZeniMax gehörenden Studios – darunter das gesamte Portfolio von Bethesda – im Zuge der unternehmensweiten Entlassungswelle einen erheblichen Stellenabbau vornehmen.
Der Bedarf an mehr „Fallout“ liegt auf der Hand, da das Angebot von Bethesda Softworks nicht mit der Nachfrage nach neuen Titeln Schritt hält, die nach zwei herausragenden Staffeln der TV-Serie entstanden ist. Auch wenn sich hartnäckig Gerüchte über eine Neuauflage von „Fallout 3“ – ähnlich dem geplanten „Oblivion Remastered“ – halten, wird die Marke vorerst durch „Fallout Shelter“, eine kürzliche Neuveröffentlichung von „Fallout 4“ sowie Updates für „Fallout 76“ am Leben erhalten; der Fokus von Bethesda Game Studios liegt derweil auf weiteren Inhalten für „Starfield“ und „The Elder Scrolls“.
Apropos The Elder Scrolls: Dies signalisiert auch, dass Xbox den Druck auf den sechsten Hauptteil der Reihe erhöht, abzuliefern – insbesondere da The Elder Scrolls Online von ZeniMax Online nach über einem Jahrzehnt Laufzeit Anzeichen einer Verlangsamung zeigt. Offensichtlich bedeutet der Fokus auf diese bewährten Marken einen weiteren Rückschlag für das langfristige Franchise-Potenzial von Starfield, auch wenn die Entwickler kürzlich weitere Inhalte in Aussicht gestellt haben.
Berichten zufolge stehen dem Doom-Entwickler id Software Kürzungen bevor, kurz nachdem das Studio Doom: The Dark Ages – Revelations veröffentlicht hat – einen DLC im Umfang einer Erweiterung, der morgen, am 7. Juli, erscheint. Auch wenn jüngste Äußerungen darauf hindeuteten, dass das Studio die aktuelle Saga des Doom Slayers weiterführen möchte, könnte uns eine Rückkehr zu Quake bevorstehen; die Reihe erhielt in den letzten Jahren lediglich Remaster-Versionen sowie – durch externe Partner – einen zwar spärlichen, aber beständigen Support für Champions. So oder so scheint Xbox an beiden Marken großes Interesse zu haben.
Nicht zuletzt arbeitete MachineGames – Berichten zufolge – nach Indiana Jones and the Great Circle an einem neuen Wolfenstein-Titel. Dieser könnte zudem auf die eine oder andere Weise mit der geplanten TV-Serie verknüpft sein und Bethesda so jene Markensynergie verschaffen, die bei der Fallout-Serie nur teilweise genutzt wurde. Betrachtet man jedoch Xbox’ Bestreben, die eigenen großen Marken zu stärken, erscheint ein neues *Indy*-Abenteuer eher unwahrscheinlich, da die Rechte hierfür bei Disney und Lucasfilm liegen. Allerdings lässt sich nicht mit Sicherheit sagen, wie Xbox nach der Neuausrichtung zu solchen Auftragsarbeiten steht.
Natürlich lässt diese neue Ausrichtung keinen Raum für kleinere oder zwar etablierte, aber angeschlagene Marken wie Prey, Deathloop oder gar Dishonored. Aus diesem Grund sucht Arkane Berichten zufolge nach einer neuen Heimat – obwohl sich das Studio bereits tief in der Entwicklung von Marvel's Blade befindet. In