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Bericht: Samsung kürzt Smartphone-Fertigung wegen explodierender Speicherpreise
Samsungs Mobilsparte leidet einem Bericht zufolge unter der Speicherkrise. Der Konzern könnte die Smartphone-Produktion um bis zu 30 Prozent drosseln.
Samsungs „Mobile eXperience“-Sparte (MX) habe damit begonnen, ihre Smartphone-Produktion für das vierte Quartal dieses Jahres zu drosseln. Grund dafür sei der Rückgang der operativen Gewinnmargen aufgrund eines weiteren Anstiegs der Speicherpreise während der Weihnachtssaison.
Das berichtet die südkoreanische Wirtschaftszeitung Money Today unter Bezugnahme auf mehrere Quellen aus der IT-Branche. Demzufolge habe Samsungs Mobilsparte kürzlich ihre Partner aufgefordert, die Liefermengen um 20 bis 30 Prozent zu reduzieren. Entsprechend werde die Smartphone-Produktion des Konzerns im vierten Quartal voraussichtlich um bis zu 30 Prozent sinken.
Weiter heißt es, dass Samsungs Mobilsparte beschlossen habe, die Produktionsmengen stärker als von den Marktprognosen erwartet zu senken. Ursprünglichen Erwartungen zufolge sollte die Produktionsmenge in diesem Jahr bei bis zu 270 Millionen Smartphones liegen, getrieben vor allem vom Erfolg neuer Produkte wie des Galaxy Z Fold 8. Durch die Produktionskürzung im vierten Quartal deutet sich jedoch ein weit geringeres Produktionsvolumen von gut 200 Millionen Einheiten an.
Das Marktforschungsunternehmen IDC beziffert Smartphone-Auslieferungen von Samsung für das erste und zweite Quartal dieses Jahres auf 62,4 Millionen respektive 62,7 Millionen Einheiten. Für das dritte und vierte Quartal prognostizierten die Marktforscher ein Volumen von 59 Millionen beziehungsweise 52 Millionen Einheiten. Nach den Berechnungen von IDC würde die Smartphone-Produktion im vierten Quartal im Vergleich zum dritten Quartal um etwa 12 Prozent zurückgehen.
Üblicherweise ist das vierte Quartal für Samsung schwächer als die vorangegangenen. Denn der Konzern veröffentlicht seine Topmodelle, zuletzt die Galaxy-S26-Serie, in der Regel am Anfang eines Jahres, meist zwischen Januar und Februar. Entsprechend gehen die Verkaufszahlen bestehender Produkte zurück, da der Markt auf die Nachfolger wartet. Überdies hat Samsung seine Galaxy-S26-Modelle erst vor wenigen Tagen um mindestens 100 Euro teurer gemacht, was die Nachfrage womöglich zusätzlich drosseln könnte.
Die gemeldete Produktionskürzung hänge vor allem mit dem starken Anstieg der Speicherpreise zusammen, der vornehmlich auf den Ausbau großer KI-Rechenzentren zurückgeht, die Unmengen an RAM-Bausteinen benötigen. Daten von TrendForce zufolge hat der Preis für 12-GByte-LPDDR5X-DRAM im zweiten Quartal die Marke von 145 US-Dollar überschritten. Das entspreche einem Anstieg von 175 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Für das dritte Quartal wird ein weiterer Anstieg um rund 20 Prozent auf bis zu 180 US-Dollar erwartet.
Eine Quelle aus der IT-Branche erklärte gegenüber Money Today: „Aufgrund steigender Preise für Speicherchips und Halbleiter werfen die Smartphones von Samsung Electronics derzeit beim Verkauf überhaupt keinen Gewinn ab.“ Durch die geringere Smartphone-Produktion könne Samsung das Gewinnniveau des Gesamtkonzerns halten, so die Quelle weiter.
Hinsichtlich des dritten Quartals hat Samsung Electronics bereits eine Gewinnprognose veröffentlicht. Demnach hat sich der operative Quartalsgewinn des Konzerns im Vergleich zum Vorjahr auf rund 107,4 Billionen Won (etwa 72 Milliarden Euro) nahezu verneunfacht. Diese massiven Gewinne sind wiederum auf die stark steigende Nachfrage nach Speicherchips für KI-Rechenzentren zurückzuführen. Für die Mobilsparte MX schätzt ein Wertpapierhaus dagegen für das dritte Quartal einen operativen Verlust von 1,9 Billionen Won (rund 1,3 Milliarden Euro).
Die Speicherkrise zwingt nun offenbar selbst die größten Smartphone-Hersteller zu Sparmaßnahmen. Neben Samsung haben auch Apple und Google ihre Produktpreise erhöht. Die kleinen Hersteller dürften noch stärker unter der aktuellen Speichersituation leiden. So sagte Carl Pei, Mitgründer des Tech-Start-ups Nothing, zu den steigenden Smartphon