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be quiet! Dark Mount im Test: Extrem leise, komplett modular und teuer
Der Hardware-Experte wagt sich an ein flexibles Premium-Keyboard. Wir verraten, ob die aufwendig gedämmten Tasten und ansteckbaren Docks den hohen Preis wirklich wert sind.
Wenn ihr an be quiet denkt, kommen euch wahrscheinlich erst einmal Dinge wie Netzteile, Kühler oder PC-Gehäuse in den Sinn, womit ihr natürlich nicht falsch liegt. Doch es gibt zum Beispiel auch eine Maus vom Hersteller. Oder Tastaturen wie die Dark Mount, die besonders mit einem leisen Tippgeräusch und ihrer modularen Anpassbarkeit punkten möchte. Dafür müsst ihr allerdings auch um die 250 Euro investieren. Lohnt sich das?
Box & Zubehör: Die Verpackung fällt recht groß aus, aber es ist auch einiges drin. Neben der Tastatur findet ihr darin einen Ziffernblock und das Media-Dock, die sich beide anbringen lassen (oder eben nicht). Ebenso sind Handballenauflagen und magnetische Standfüße enthalten, wie auch ein USB-C-Kabel und ein Werkzeug zum Entfernen von Switches und Tastenkappen.
Design und Verarbeitung: Das eigentliche Herzstück der Dark Mount ist eine TKL-Tastatur, die sich durch den Ziffernblock entsprechend auf eine Full-Size-Tastatur erweitern lässt. Dabei ist es euch überlassen, ob ihr diesen lieber auf der linken oder rechten Seite anbringt - da habt ihr völlig freie Hand. Ihr müsst einfach nur das Stecksystem des Ziffernblocks zur entsprechenden Seite schieben und das gute Stück mit der Tastatur verbinden.
Dabei habt ihr es übrigens nicht nur mit einem stinknormalen Ziffernblock zu tun. Darüber befinden sich noch acht konfigurierbare Zusatztasten mit kleinen Displays. Dort könnt ihr dann Symbole oder kleine Grafiken anzeigen lassen, damit ihr auch wisst, womit die Taste belegt ist, zum Beispiel ein Briefumschlag für euer E-Mail-Programm.
Ebenso flexibel lässt sich das Multimedia-Dock an der Tastatur anbringen, nämlich entweder links oben oder rechts oben. Darauf findet ihr Funktionen zur Multimedia-Steuerung, könnt etwa den Sound stummschalten, die Wiedergabe pausieren oder die Lautstärke anpassen. Auf dem Display des Multimedia-Docks könnt ihr wiederum Infos zum abgespielten Song einblenden, das Profil wechseln oder die Uhrzeit anzeigen lassen. Letztere wird allerdings nur synchronisiert, wenn auf eurem Rechner die Software von be quiet läuft.
Die magnetischen Standfüße unterscheiden sich in ihrer Höhe nicht großartig von normalen Standfüßen, bieten aber immerhin den Vorteil, dass sie nicht von der Tastatur abbrechen können. Alles in allem ist die Verarbeitung der Dark Mount sehr gut. Dazu trägt unter anderem die gebürstete Aluminiumabdeckung bei, die gleichzeitig zur Stabilisierung der Tastatur dient. Wenn alles vor euch auf dem Schreibtisch liegt, funktioniert das modulare Konstrukt ganz gut und es gibt kaum Probleme mit verrutschenden Elementen oder solchen Sachen. Sobald ihr das Ganze jedoch anhebt, wird es wackelig, also solltet ihr sie für den Transport lieber auseinandernehmen.
Für den Test hatte ich hier übrigens die Variante mit den Silent-Linear-Switches, es gibt auch noch eine Version mit Silent-Tactile-Switches. Zugleich unterstützt die Dark Mount Hot-Swapping und bietet PBT-Double-Shot-Tastenkappen mit transparenter Beschriftung, während drei Schichten Dämmung aus Schaumstoff und Silikon für besonders leise Tastenanschläge sorgen sollen.
Mit Handballenauflage ist die gesamte Tastatur 25,6 x 45,6 x 52 cm groß (ohne sind es 17,4 x 45,6 x 52 cm), das Gesamtgewicht liegt bei rund 1,6 Kilogramm (1,38 Kilogramm ohne Handballenauflage).
Die deutsche Marke be quiet! (Listan GmbH) ist im PC-Bereich eine feste Größe. Weltweit bekannt wurde der Hersteller durch extrem leise Netzteile, CPU-Kühler und PC-Gehäuse. Mit Produkten wie der Dark Mount wagt sich das Unternehmen nun zunehmend auch in den Peripherie-Markt vor.