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Cinder City: Nach Kritik an absurden 64 GB RAM reagieren die Entwickler
Der neue Online-Koop-Shooter sorgte auf Steam für einen Schock bei den PC-Spezifikationen. Zwar ruderte das Studio beim Arbeitsspeicher nun zurück, verlangt im Gegenzug aber plötzlich deutlich teurere Grafikkarten.
Cinder City ist ein neuer Online-Koop-Shooter des südkoreanischen Publishers NC. Das Spiel wurde Anfang der Woche angekündigt. Es wirkt wie eine Mischung aus The First Descendant und vielen anderen Zombie-Shootern, die ihr vielleicht schon kennt.
Aber es waren nicht die beeindruckenden Bilder des Reveal-Trailers, die für den meisten Gesprächsstoff sorgten. Diese Ehre gebührte stattdessen den Systemanforderungen. Die Entwickler veröffentlichten diese kurz nach der Enthüllung auf Steam.
Sowohl die minimalen als auch die empfohlenen Anforderungen haben es in sich. Aber vor allem die Angaben zum Arbeitsspeicher sorgten für ordentlich Aufruhr. Als die Spezifikationen anfangs online gingen, verlangte das Spiel als Minimum 32 GB RAM. Empfohlen wurden sogar satte 64 GB.
Lassen wir mal die explodierenden Kosten und die akute RAM-Knappheit beiseite, durch die alle möglichen Unterhaltungselektronikgeräte drastisch teurer geworden sind. Dies ist das erste Mal, dass ich sehe, wie ein Spiel 64 GB Arbeitsspeicher voraussetzt. Zum Vergleich: Aktuell zahlt ihr mehr als 1.000 Euro, um euch ein DDR5-RAM-Kit mit 2x 32 GB zuzulegen.
Wie sich herausstellt, hat da jemand einen Fehler gemacht. In einer Stellungnahme auf der Steam-Seite des Spiels räumte das Entwicklerstudio den Irrtum ein. Sie gaben an, die Angaben angepasst zu haben. Nun stehen bei Minimum und Empfohlen jeweils 32 GB.
Dass die Community beim ursprünglichen Datenblatt von Cinder City aufschrie, ist verständlich. Durch die anhaltende Hardware- und RAM-Krise des Jahres 2026, getrieben durch den enormen Bedarf an KI-Rechenzentren, sind die Preise für hochgetaktete DDR5-Speicherkits regelrecht explodiert. 64 GB RAM bedeuten derzeit eine vierstellige Investition, die den Wert vieler Mittelklasse-PCs übersteigt.
"Wir entschuldigen uns für die eventuell entstandene Verwirrung. Wir haben die Informationen nun auf die korrekten Spezifikationen aktualisiert (Empfohlen: 32 GB RAM)", schrieben die Entwickler.
"Bitte beachtet, dass die aktuellen Systemanforderungen auf unserem derzeitigen Entwicklungs-Build basieren", heißt es in dem Statement weiter. "Da wir das Spiel kontinuierlich optimieren, fallen die endgültigen Systemanforderungen zum Start möglicherweise niedriger aus als die aktuell gelisteten. Wir werden kurz vor Release aktualisierte und genauere Anforderungen bekannt geben."
Damit ist die Geschichte aber noch nicht zu Ende. Kurz nachdem die Entwickler das Update mit den neuen Spezifikationen auf die Steam-Seite packten, bemerkten die Spieler etwas. Die empfohlene Grafikkarte wurde klammheimlich ebenfalls geändert – von einer RTX 4060 zur leistungsstärkeren und deutlich teureren RTX 4070.