// EUROGAMER.DE — GAMING
Obsidian: Ex-Entwickler Jay Turner spricht nach Entlassung von "Microsoft-Opferritualen"
Der ehemalige Senior Writer kritisiert Microsofts Stellenabbau scharf, während der Konzern den Xbox-Umbau mit einer umfassenden Umstrukturierung begründet.
Der ehemalige Entwickler von Obsidian, Jay Turner, hat sich nun öffentlich auf Social Media zu der neuen Entlassungswelle bei Microsoft geäußert. Er bezeichnete die Kündigungswelle als eine Art "Microsoft-Opferrituale". Microsoft selbst sieht die Entlassungen als notwendig an, da sich Xbox derzeit in einer umfassenden Umstrukturierung befindet.
Jay Turner war Senior Writer und Narrative Designer bei Obsidia und arbeitete an großen Titeln wie Mass Effect und Dragon Age. In einem Bluesky-Beitrag (via Insider Gaming) äußerte sich Turner öffentlich über seine Entlassung sowie die zahlreichen weiteren talentierten Entwickler, die ebenfalls entlassen wurden.
"Ich und eine ganze Reihe sehr talentierter Spieleentwickler wurden heute Morgen von Obsidian im Rahmen der "Opferrituale" von Microsoft entlassen. Falls ihr oder jemand, den ihr kennt, auf der Suche nach einem Senior Writer/ND mit mehr als zwei Jahrzehnten Erfahrung bei Titeln wie "Dragon Age" und "Mass Effect" seid, lasst es mich bitte wissen!"
Die umfangreiche Entlassungswelle bei Microsoft sei ein Xbox-"Reset". Insgesamt sollen 3.200 Stellen innerhalb eines Jahres wegfallen. Rund 1.600 Mitarbeiter wurden schon bereits entlassen, rund die Hälfte wurde von Microsoft bis jetzt noch nicht entlassen, da diese noch eingeplant sind. Auch wenn Jay Turner von der Entlassungswelle betroffen ist, scheint Obsidian als Studio insgesamt glimpflicher davongekommen zu sein. Zum einen hatte das Entwicklerstudio ZeniMax Online Studios fast die Hälfte der Belegschaft verloren. Microsoft hatte sich außerdem von vier Entwicklerstudios getrennt, darunter auch Undead Labs, die nun nach einem neuen Eigentümer suchen.
Auch wenn Microsoft den Stellenabbau als nachhaltigere und effizientere Unternehmensstruktur begründen möchte, hinterlässt der massenhafte Stellenabbau einen bitteren Nachgeschmack. Mit diesen Maßnahmen möchte Microsoft seine Ausgaben senken, Managementebenen abbauen und die Strukturen bei Xbox vereinfachen. Es wird sich zeigen, ob der Xbox-Reset den erhofften Erfolg haben wird und wie sich die Entlassungswelle auf kommende Projekte auswirken wird.