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Gears of War: E-Day: Game Pass könnte Verkäufen signifikant geschadet haben
Gears of War: E-Day hat laut einer Schätzung von Alinea Analytics bislang rund 230.000 Exemplare verkauft. Gleichzeitig griffen aber 1,7 Millionen Spieler über den Game Pass auf das neue Spiel zu. Die sofortige Verfügbarkeit im Game Pass habe die Verkäufe somit massiv gesenkt.
Gleichzeitig sollen aber 722.000 Abonnenten des Game Pass zusätzlich für einen früheren Zugang zum Spiel gezahlt haben. Dieses Premium-Upgrade für einen früheren Zugang, den man zusätzlich zum Game-Pass-Abo kaufen kann, kostete 30 US-Dollar extra. Spieler mit Premium-Upgrade konnten bereits am 1. Oktober spielen, statt bis zum 6. Oktober warten zu müssen.
Die Schätzung von Alinea Analytics umfasst sowohl Verkäufe auf Steam als auch auf Xbox-Konsolen und über die Xbox-PC-App. Auf Steam wurden demnach 168.000 Einheiten verkauft, auf Xbox 62.000. Alinea Analytics beziffert die Einnahmen insgesamt auf 37 Millionen US-Dollar; 26 Millionen davon entfielen auf die Xbox.
Alinea Analytics zufolge hätten die Kunden, die sich für das Upgrade im Game Pass entschieden haben, Microsoft fast 40 Millionen US-Dollar zusätzlichen Umsatz eingebracht, wenn sie statt des Upgrades das vollständige Spiel hätten kaufen müssen. Tatsächlich kamen durch das Upgrade rund 21,7 Millionen US-Dollar zusammen.
Der Bericht sieht den Game Pass jedoch nicht als einziges Problem für Gears of War: E-Day, das auch im Benchmark-Test von ComputerBase als neue Grafikreferenz gelobt wird. Selbst wenn alle 722.000 Upgrade-Käufer als Vollpreiskunden gezählt würden, läge das Spiel noch unter einer Million verkaufter Exemplare. Andere Titel, darunter The Blood of Dawnwalker, Onimusha: Way of the Sword, Pragmata (Benchmark-Test), Ace Combat 8: Wings of Theve und Wardogs, hätten diese Marke in diesem Jahr hingegen schneller erreicht als Microsofts Vorzeige-Shooter. Bezweifelt werden darf zudem, dass schlussendlich tatsächlich auch alle 722.000 Nutzer das Vollpreisspiel statt des Upgrades gekauft hätten.
The Coalition, das in Vancouver ansässige Entwicklerstudio von Gears of War: E-Day, soll bereits befürchtet haben, bei weiteren Einschnitten im Xbox-Geschäft betroffen zu sein, wenn das Spiel hinter den Erwartungen zurückbleibt. Ab wann das Spiel als Erfolg gilt, ist öffentlich aber nicht bekannt. Bei einem spekulierten Budget von 400 Millionen US-Dollar müssen aber noch einige Exemplare verkauft werden.
ComputerBase-Leser können indes weiterhin am Community-Benchmark zu Gears of War: E-Day teilnehmen.