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The Blood of Dawnwalker: Hauptdarsteller erklärt, warum KI echte Schauspieler nicht ersetzt
Coen-Sprecher Will de Renzy-Martin betont im Podcast den Wert menschlicher Darsteller. Entwickler Rebel Wolves nutzte KI nur für die Planung.
Will de Renzy-Martin leiht dem Hauptcharakter Coen in der englischen Fassung von The Blood of Dawnwalker seine Stimme. Nun betont der Schauspieler, wie wertvoll menschliche Darsteller für ein Spiel sind – ganz im Gegensatz zu KI-generierten Sprachzeilen.
In einem TikTok-Teaser für eine neue Folge des Podcasts "My Perfect Console" stellte de Renzy-Martin klar, dass die gesprochenen Zeilen nur einen kleinen Teil der schauspielerischen Leistung ausmachen. "Ich glaube, das Uninteressanteste an meiner Arbeit ist der Klang meiner Stimme", erklärt de Renzy-Martin. "Das ist aber genau das Einzige, was generative KI überhaupt nachbilden kann."
Will de Renzy-Martin ist ein britischer Schauspieler und Synchronsprecher. Neben seiner Hauptrolle als Coen in The Blood of Dawnwalker gehört er durch Mitwirkungen in Spielen wie The Sinking City 2 und 007 First Light zu den gefragten Stimmen der Branche.
"Sie spiegelt weder meine Persönlichkeit wider noch das, was ich im Studio tue, oder die Entscheidungen, die ich treffe. Genau diese Punkte sind aber der Grund, warum Regisseure oder Produzenten mit mir arbeiten wollen. Natürlich gibt es auch Regisseure und Produzenten, die darauf verzichten möchten [und stattdessen auf KI setzen]. Aber dann müssen sie verdammt gut darin werden, aus einem System eine echte Performance herauszuholen – und sie brauchen eigene Ideen."
Das Thema erinnerte de Renzy-Martin an eine Aussage, die er vor vier oder fünf Jahren tätigte: "Schauspieler sind im Großen und Ganzen ziemlich günstig. Wenn man am Ende eine KI nutzt, die zwar die richtigen Töne erzeugt, braucht man immer noch jemanden, der diese Töne steuert und die gewünschte Performance herauskitzelt. Und dieser Jemand wird deutlich teurer sein als ein Schauspieler."
Das Projekt The Blood of Dawnwalker sorgte bereits selbst für Gesprächsstoff. Entwickler Rebel Wolves gab bekannt, während der Entwicklung Text-to-Speech-KI genutzt zu haben, um Cutscenes zu planen – bevor man Schauspieler verpflichtete, die den Charakteren Leben einhauchten. Game Director Konrad Tomazkiewicz sprach ebenfalls recht offen über den potenziellen Einsatz von KI in der Spieleentwicklung. Er bezog sich dabei vor allem auf mühsame Aufgaben wie das Beheben von Bugs. Sämtliche finalen Inhalte in The Blood of Dawnwalker entstanden jedoch ohne KI.
Andere Entwicklerstudios gehen beim Einsatz von KI noch weiter. Embark Studios, die Macher von The Finals und ARC Raiders, gerieten in die Kritik, weil sie KI-generierte Sprachzeilen für beide Titel nutzten.
Andere Unternehmen wie Elevenlabs haben wiederum ein lukratives Geschäft aufgebaut: Sie lizenzieren die Stimmen bekannter Schauspieler und generieren auf dieser Basis neue Sprachaufnahmen. Schauspieler Matthew McConaughey investierte selbst in Elevenlabs. Im kommenden Jahr feiert er in Exodus, einem Sci-Fi-RPG im Stile von Mass Effect, sein Videospiel-Debüt. McConaugheys Sprachzeilen für Exodus stammen jedoch nicht aus der KI.
Will de Renzy-Martin wirkte in diesem Jahr in mehreren Videospielen mit – darunter The Sinking City 2 (als Corentin de Grandemange), 007 First Light (Henry Bancroft) und Star Wars: Galactic Racer (Shade). Bekannt ist er jedoch vor allem für seine Hauptrolle als Coen. Seine Darbietung überzeugt auf ganzer Linie: Seine ruhige, samtene Stimme verleiht Coen eine enorm angenehme Ausstrahlung. Das passt perfekt für einen Charakter, mit dem man im Spiel so viel Zeit verbringt.