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AMD Helion: Ein Zen-6-CPU-Rack für das neue Agentic-AI-Zeitalter
Zum OCP 2026 hat AMD überraschend mit „Helion“ ein CPU-Rack mit neuen Epyc-Prozessoren auf Zen-6-Basis enthüllt. Im Zeitalter von Agentic AI soll diese unter anderem der eigenen Rackscale-Architektur AMD Helios mit seinen vielen Instinct MI455X zuarbeiten können, natürlich kann es das aber auch zu fremden Racks.
AMD beschreibt Helion als „Agentic AI Compute at Rack Scale“. Es soll mit bis zu 32.768 Zen-6-Kernen durch Epyc-Prozessoren der neuesten Generation Schritt halten mit den GPU-Racks. Das eigene Aushängeschild ist dabei natürlich Helion + Helios.
Helion teilt sich das Fundament dabei mit Helios, AMD nutzt hier also erste Synergien im eigenen Rackscale-Geschäft. Da das Ganze zudem noch ein offenes Design gemäß Richtlinien des Open Compute Project ist, können beteiligte Firmen die Umsetzung schnell und ohne große Kosten angehen. Deshalb überrascht AMD heute, dass bereits ab November die ersten Systeme durch viele Partner vorgestellt werden können.
Helion gibt es dabei als Rack komplett nur mit CPUs ausgestattet, oder aber auch als Inference-Lösung mit installierten Instinct MI350P. AMD nennt die Ausführungen Hyperscale Config und Enterprise Config. Interessant ist dabei unter anderem, dass in der Hyperscale-Version Epyc 9006 in unterschiedlichen TDP-Klassen zusammenspielen sollen: Es sind zwar immer 256 Kerne, aber mal mit 400 Watt oder auch mit 600 Watt.
Bei der Enterprise Config kommen 256-Kerner und 96-Kern-CPUs zum Einsatz. AMDs 96-Kerner sind die schnellsten, im Helios-Rack ist es ein Epyc HF mit 96 Kernen, der für die AI-Beschleuniger zuständig ist. Die Enterprise-Lösung bietet aber noch viel mehr Flexibilität: kleine oder große Venice-Prozessoren im Sockel SP7 oder auch SP8, dazu auch Unterstützung für Venice-X, also jenen kommenden Zen-6-Prozessor mit 3D-Stapelcache.
AMD betont dabei noch einmal die CPU-Roadmap, die mit den neuen Epyc so breit aufgestellt ist wie noch nie. Denn im kommenden Jahr wird es auch noch Verano geben, die LPDDRX-unterstützende CPU, die als Host-CPU in GPU-Systemen gegen Nvidia Vera & Co antreten soll. Dafür nutzt Verano einen anderen, verlöteten BGA-Sockel, wie kürzlich vermutet wurde – diesen Punkt umschifft AMD in der heutigen Ankündigung geschickt.
ComputerBase hat Informationen zu diesem Artikel von AMD unter NDA erhalten. Die einzige Vorgabe war der frühestmögliche Veröffentlichungszeitpunkt.