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HomePod mini 2 wird zum Surround-Lautsprecher
Apples kleine Lautsprecherkugel bekommt in Version 2 neue Fähigkeiten – mit einem kleinen Haken.
Apple hat am Dienstag ein neues Modell des kleinen Lautsprechers HomePod mini vorgestellt. Mit einer Höhe von 8,4 Zentimetern gleicht der HomePod mini 2 seinem Vorgänger optisch bis ins Detail – abgesehen von den neuen Farben des Netzgewebes. Vom knalligen Gelb und Orange sowie dem Dunkelblau wechselt Apple auf ein dezentes Pink, Dunkelgrün und Blau, zusätzlich zu dem bekannten Weiß und „Mitternacht“-Schwarz. Das alleine wäre allerdings noch keine neue Versionsnummer wert.
Wie der Vorgänger strahlt der HomePod mini 2 den Klang in alle Richtungen ab. Vermutlich realisiert Apple das wieder über einen nach unten gerichteten Lautsprecher. Ein kegelförmiger, akustischer Wellenleiter lenkt den Schall nach außen. Der Hersteller setzt hierfür einen Breitbandtreiber und zwei Passivmembranen ein.
Neu ist, dass sich vier Lautsprecher als ein echtes Surround-Setup kombinieren lassen. Laut Apple erkennt die Hardware automatisch die Position jedes Lautsprechers im Raum, um Timing und Lautstärke des Audiosignals auf den Raum abzustimmen. Kleiner Haken: Neben den Lautsprechern benötigt man das neue Apple TV 4K 4. Generation, das der Konzern am selben Tag präsentierte. Neben dem HomePod mini 2 kann man den großen HomePod 2. Generation von 2023 einsetzen. Die vorderen und hinteren Lautsprecherpaare müssen aber aus den selben Modellen bestehen. Zwei HomePods vorne am Fernseher, zwei minis als Rear-Speaker könnten somit eine Surroundanlage bilden.
Der S10-Chip im HomePod mini 2 analysiert laut Apple Musik in Echtzeit, um „Dynamikbereich, Lautstärke und akustische Performance zu optimieren“. Die Funktechnik hat Apple von WLAN 802.11n auf 802.11ax (6E) und Bluetooth 5 auf 6 aktualisiert. Bekannt sind Thread und der Ultrabreitband-Chip, der iPhones in nächster Nähe wahrnimmt.
Die Oberseite dient als Musikbedienung ähnlich wie eine Headset-Steuerung und zeigt leuchtend die Siri-Aktivität an. Sie fungiert nun, wie es Apple hochtrabend formuliert, als „visuelle Leinwand, die synchron zur Musik leuchtet und pulsiert und in Echtzeit auf Bässe und Höhen reagiert.“ Die Funktion trägt den Namen Sound Glow. Zudem sollen Albumcover für ein farblich abgestimmtes Lichterlebnis sorgen können.
In der deutschen Ankündigung lässt Apple Siri AI unter den Tisch fallen. Folglich wird es hierzulande die neue Version des Sprachassistenten zumindest vorerst nicht geben. In Verbindung mit einem iPhone oder iPad könnte sie unter anderem den jeweiligen Nutzer im Haushalt erkennen und persönliche Zusammenhänge – zum Beispiel für Lieblingsmusik oder Kalendereinträge – berücksichtigen.
Für die smarte Steuerung eignet sich der mini 2 dennoch, um zum Beispiel die Lichter einzuschalten oder das Garagentor zu schließen. Zumindest simple Anfragen klappen ja meist auch mit dem etwas hakeligen Standard-Siri. Als Smart-Home-Zentrale unterstützt er Matter und kann dank Thread ein Mash-Netzwerk aufbauen. Darüber hinaus sind Sensoren für Temperatur und Luftfeuchtigkeit verbaut und die Geräuscherkennung gibt Alarme weiter.
Ab 31. Oktober gibt es den HomePod mini 2 zu kaufen, vorbestellen lässt er sich im Apple Store ab sofort.
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