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„Enshrouded“ angespielt: Überleben, bis es kracht
Mehr geht nicht: Das Survival-Rollenspiel „Enshrouded“ von Keen Games kommt aus dem Early Access und lässt die Konkurrenz ziemlich alt aussehen.
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It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.
Große Ambitionen, große Erwartungen, endlich geliefert. Nach fast drei Jahren verlässt das Survival-Rollenspiel „Enshrouded“ des deutschen Entwicklungsstudios Keen Games den Early Access. Was als solider Early-Access-Titel startete, hat sich zu einem komplexen Genre-Vertreter gewandelt, in dem mittlerweile über fünf Millionen Spieler allein oder miteinander die Welt Embervale erkunden. Wir haben von ganz unten angefangen und kurz auch einen High-End-Charakter inklusive eines neuen Bioms ausprobiert.
Survival-Spiele ähneln oft Sisyphusarbeit: Stundenlang Holz fällen, bis endlich mal das Dach über dem Kopf fertig ist. Ein Ende ist da eigentlich nie in Sicht, immer geht es von vorne los. Wenn dann noch die obligatorischen Handwerkskünste mit der entsprechenden Hardware dazukommen, sind wir Spieler nicht tagelang, sondern wochen- bis monatelang beschäftigt. Das macht dieses Genre, angeführt von „Minecraft“ oder „Valheim“, zu einem der zeitintensivsten, aber gleichzeitig erfolgreichsten Spiele-Genres der vergangenen Jahre.
„Enshrouded“ erfindet das Genre nicht neu. Auch hier wird geholzt und gehämmert, bis es kracht. Neben den klassischen Survival-Elementen bietet „Enshrouded“ eine umfangreiche Rollenspielerfahrung, in der die Spieler ihre Avatare nach Herzenslust skillen können und sie allein oder mit bis zu 15 Mitspielern im Koop in ein Abenteuer gegen Monster, Drachen und Dämonen schicken. Auf der PS5 sind es nur maximal 8 Spieler.
Die Story verlässt sich auf altbekannte Klischees. Der Schauplatz ist das Land Embervale. Eigentlich ein Paradies, doch dann taucht ein geheimnisvolles Elixier auf, das große Macht verspricht, aber süchtig macht. Als wäre das nicht schon schlimm genug, müssen die Einwohner die Zutaten für das Elixier tief aus der Erde graben. Das wiederum setzt einen Nebel namens „Miasma“ (englisch „Shroud“) frei, aus dem gefährliche Monster auftauchen und der das ganze Land verseucht. Glücklicherweise gibt es die Flammengeborenen, die gegen das alles immun sind und das ehemals schöne Embervale vom Bösen befreien sollen.
Es ist wieder mal die Geschichte vom auserwählten Helden, der sich gegen das Böse in die Schlacht stürzt. Aufwendige Cutscenes gibt es nicht. Stattdessen wird die Geschichte über Schriftrollen erzählt, die wir überall finden. Das ist hervorragend von einem Sprecher vertont, bietet aber keine spannenden oder originellen Wendungen. Spannender ist da schon die Welt: ein Mix aus klassischer Fantasy mit Monstern und Steampunk-Anleihen.
Anfangs müht sich unser Held mit dem üblichen Rohstoffsammeln, bis endlich die erste Blockhütte steht. Der Kniff: Anders als bei der Konkurrenz werden die einzelnen Handwerkskünste nicht einfach per Mausklick freigeschaltet. Stattdessen muss der Flammengeborene die Seelen sogenannter Überlebender befreien, die dann ins Haus einziehen. Die brauchen natürlich auch erst mal ein Bett, bieten aber nützliche Tipps und versorgen ihn mit Aufgaben, die auf der ganzen Welt verteilt sind.
Die einzelnen Aufträge führen den Helden durch grüne Wiesen, alte Ruinen und dunkle Katakomben. Manchmal muss er nach einer Sprungeinlage ein paar Schalter betätigen, meist läuft es aber auf einen Kampf heraus. Schwerter, Äxte, Bögen oder Zauberstäbe helfen gegen die Feinde. Die Steuerung ist simpel: angreifen, verteidigen, ausweichen. Eine feste Charakterklasse gibt es nicht. Als Flammengeborener kombinieren wir Fertigkeiten aus zwölf Skilltree-Archetypen, vom Krieger über Bestienmeister und Assassinen bis zum Magier oder Heiler.
„Enshrouded“ lässt den Spielern viele Freiheiten. In welcher Reihenfolge sie die Aufgaben ausführen, ist ihnen überlassen. Überall gibt es viel zu entdecken. Per Luftgleiter über